Retina ist wunderbar… oder doch nicht?

Hallo Zusammen,

heute soll es mal um das Thema Retinadisplays gehen.

Retina Textvergleich auf dem iPad
Retina Textvergleich auf dem iPad

Jeder der sich schon mal mit Smartphones beschäftigt hat, kennt das Retinadisplay des iPhones und hat es vielleicht schon einmal gesehen. Die Retina- oder auch HighDPI-Displays sind mit einer sehr hohen Auflösung ausgestattet und zeigen dem Betrachter eine deutlich höhere Schärfe und mehr Details, als andere Displays. Ich habe mir vor kurzem eines der neuen MacBooks mit dem genannten Retinadisplay geleistet. Eigentlich war der Hauptgrund, dass ich von Haus aus eine SSD und etwas mehr Leistung unter der Haube haben wollte, doch der Retinapunkt in der Beschreibung  auch sehr verlockend war.

Vor- oder Nachteil?

Apple MacBook Pro 15" Retina
Apple MacBook Pro 15″ Retina

Als ich das Retinadisplay zum ersten mal in Aktion mit meinen eigenen Bildern gesehen habe war ich begeistert. Einfach nur genial wie viele Details doch in den Bildern stecken. Man muss nicht zoomen, man sieht einfach alles. Doch da liegt auch das große Problem des Displays. Ich bearbeite viele meiner Bilder auf dem Retinadisplay, erstrecht seit Photoshop dieses auch unterstützt. Jedoch haben nur wenige die Möglichkeit die Bilder wirklich auch in Retinaqualität anzuschauen. Die Bilder sehen schärfer und brillanter aus, als sie beim Kunden oder im Internet ankommen; von sozialen Netzwerken und deren Bildkomprimierung ganz zu schweigen.

Ein weiterer Nachteil ist das Betrachten von Websites. Was sieht man mit dem Retinadisplay, wenn die Webseite nicht retinafähig ist? Eine Seite und deren Bilder, welche auf die enorme Auflösung skaliert wurden. Das ist in etwa so, als würde man eine VHS nach einer Blu-Ray einlegen: Das Bild sieht unscharf aus und zwar so extrem, dass ich im ersten Moment dachte ich bräuchte eine Brille. Ich habe mir selbst viel Mühe gegeben und einiges an Zeit investiert, um diesen Blog hier retinafähig zu machen. Das bedeutet, dass die Bilder in zwei Versionen bereitgestellt werden. Einmal für die normalen Displays und einmal in der doppelten Auflösung, falls die Website von einem retinafähigen Gerät aufgerufen wird.

Was bedeutet das für meine Bilder?

Ich habe festgestellt, dass es empfehlenswert ist, sich die Bilder die man Online stellt, noch einmal auf einem Bildschirm mit normaler Auflösung anzusehen. Als Qualitätskontrolle, sozusagen. Hierfür benutze ich einen ganz normalen Monitor, der zwar kalibiert ist, sich aber ansonsten absolut durchschnittlich verhält.

Fazit

Ich bin der Meinung, das Retinadisplays die Zukunft sind und seitens Apple ein Wink mit dem Zaunpfahl an die anderen Hersteller.  Auch wenn das Display noch etwas Zeit braucht, denke ich, dass viele ihre Programme und Webseiten mit der Zeit umstellen werden. Ich denke, dass unsere Geräte sich verändern werden, wie sich das Fernsehen verändert hat. Jeder ist auf den HD-Zug aufgesprungen und HD ist zum Standard geworden. Bei Smartphones war Apple der Vorreiter, hat die hohe Auflösung populär gemacht und andere Hersteller wie Samsung und HTC sind nachgezogen. Warum sollte es also nicht auch bei den Notebooks so sein? Denkt mal drüber nach…

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Dieser Beitrag wurde von Matthias Butz geschrieben

Mein Name ist Matthias Butz und ich bin Fotograf und Digital Artist im Raum Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg. Ok, eigentlich bin ich gar kein Fotograf, zumindest kein gelernter. Ich komme aus der IT, wo ich viele Jahre tätig war. Die Fotografie war jedoch schon immer mein Hobby, meine Leidenschaft und so kam es, dass ich eines Tages das Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich bin der Meinung, dass man diese Leidenschaft durch nichts ersetzen kann. Ich liebe, was ich mache und habe Spaß dabei! Wenn man Spaß an etwas hat, ist man deutlich motivierter und kniet sich mehr rein als andere, um Schritt für Schritt besser zu werden. Ich möchte weg von engstirnigen Denken und probiere immer wieder neue Sachen aus um meinen Horizont zu erweitern. Das ist auch der Grund, warum ich die Dinge deutlich lockerer sehe als andere. Ich lasse mich auf mein Team und die Personen mit denen ich Arbeite ein um bessere Ergebnisse zu bekommen.