Flern => Fotografieren => For Beginners: wie verwende ich den Fokus angepasst auf die Bildsituation?

Hallo Zusammen und Willkommen zu einen weiteren for Beginners Teil.

Diesmal soll es um den Autofokus eurer Kamera gehen.

Hier gibt es, wie ihr bestimmt schon gemerkt habt, verschiedene Einstellungsmöglichkeiten.

Für die verschiedenen Einstellungen gibt es verschiedene Anwendungsgebiete und ich will euch heute erklären welche ihr wann verwenden solltet.

Manuell oder Automatisch?

Ist es professioneller, wenn man den Fokus nur manuell einstellt? Meine Antwort ist ein ganz klares “kommt darauf an”.

Es gibt einige Situationen, in denen es notwendig oder besser ist manuell zu fokussieren.

  1. Wenn ihr bei Nacht fotografiert. (Stichwort Langzeitbelichtung)
  2. Wenn ihr mit einem Graufilter fotografiert.
  3. Beim Filmen
  4. Wenn der Autofokus nicht richtig scharf stellen kann.
  5. Bei Analogen Objektiven 🙂

Ich bin der Meinung so lange der Autofokus der Kamera für das ausreicht, was wir ablichten möchten, können wir ihn auch verwenden. Es wird erst notwendig ihn abzuschalten, wenn er mehr stört als er hilft.

One-Shot / AF-S für unbewegliche Objekte

Wenn ihr unbewegte Objekte fotografiert würde ich euch den Modus One-Shot bzw. AF-S empfehlen.

In diesem Modus fokussiert die Kamera einmalig und hält diesen Fokus dann so lange ihr die Auto-Fokustaste gerückt haltet.

Ich selbst verwende diesen Modus recht häufig bei Portraits. Mit dem mittleren Fokuspunkt kann man das Motiv scharf stellen und anschließend durch bewegen der Kamera den gewünschten Bildausschnitt „ziehen”. Hier müsst ihr allerdings aufpassen, wenn ihr mit einer sehr offenen Blende fotografiert. Es kann schnell passieren, dass das Bild durch das verändern des Ausschnitts unscharf wird.

Offenblendiges-Portrait-im-Modus-One-Shot

AI Servo / AF-C für bewegte Objekte

Ein beliebter Modus für die Sportfotografie, wird bei bewegten Motiven angewandt.

Wenn ihr diesen Modus gewählt habt, stellt die Kammer kontinuierlich scharf.

Für die Aufnahme wird die Schärfe verwendet, welche die Kamera Millisekunden vor der Auslösung gemessen hat.

Tierfototgrafie-bewegte-Objekte-fotografieren

AI Focus / AF-A automatischer Focusmodus

In diesem Modus entscheidet die Kamera für euch, welcher der beiden oben genannten Einstellungen verwendet wird.

Fokuspunkte setzen

Zusätzlich zu verschiedenen Autofokuseinstellungen könnt ihr verschiedene Einstellungen bei den eigentlichen Fokusfeldern vornehmen.

Je nach dem welche Kamera ihr euer eigen nennen könnt habt ihr hier verschiedenen Möglichkeiten.

Fokusfelder manuell setzen

Nikon D800 autofokus felder menuell automatisch

 

Auch bei der Wahl der Fokusfelder hat man wieder die Möglichkeit die Automatik der Kamera entscheiden zu lassen oder selbst Hand an zu legen.

Das Problem an der Automatik ist wie immer, dass eure Kamera nur ahnen kann, was ihr fotografieren wollt. Wenn die Kamera dort falsch liegt müsst ihr selbst bestimmen, aus was ihr scharf stellen möchtet.

Ich verwende in den meisten Situationen den mittleren Fokuspunkt. Dieser eignet sich für Portraits sehr gut, da man auf einen gewissen Punkt scharf stellen (im Modus One-Shot / AF-S) und anschließend den Bildausschnitt wählen kann.

Ein weiterer Vorteil des mittleren Fokuspunkts ist, dass dieser in schwierigen Lichtsituationen am besten funktioniert.

Mein Tipp für einen perfekten Fokus ist: Probiert aus was euch am besten liegt. Testet vor einen Shooting mit welchen Einstellungen ihr am besten zu recht kommt.

Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt schreibt es in die Kommentare oder kontaktiert mich direkt.

Habt ihr ein Wunschthema, über das ihr mehr wissen wollt? Bestimmt über was die nächste „For Beginners“ folge gehen soll!

Gruß und bis zum nächsten Mal

Matthias

Matthias Butz

Mein Name ist Matthias Butz und ich bin Fotograf und Digital Artist im Raum Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg. Ok, eigentlich bin ich gar kein Fotograf, zumindest kein gelernter. Ich komme aus der IT, wo ich viele Jahre tätig war. Die Fotografie war jedoch schon immer mein Hobby, meine Leidenschaft und so kam es, dass ich eines Tages das Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich bin der Meinung, dass man diese Leidenschaft durch nichts ersetzen kann. Ich liebe, was ich mache und habe Spaß dabei! Wenn man Spaß an etwas hat, ist man deutlich motivierter und kniet sich mehr rein als andere, um Schritt für Schritt besser zu werden. Ich möchte weg von engstirnigen Denken und probiere immer wieder neue Sachen aus um meinen Horizont zu erweitern. Das ist auch der Grund, warum ich die Dinge deutlich lockerer sehe als andere. Ich lasse mich auf mein Team und die Personen mit denen ich Arbeite ein um bessere Ergebnisse zu bekommen.

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1 Kommentar

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