Den Blutmond fotografieren

Leute es steht von Sonntag auf Montag was echt cooles an. Der Blutmond.

Die Erde schiebt sich zwischen Mond und Sonne und sorgt für das rote Leuchten.

Ich werde mich selbst auch auf die Jagd nach meinem Blutmondfoto begeben und habe heute ein paar Tipps für euch.

Der Zeitplan

Extrem wichtig, um nichts zu verpassen ist der Zeitplan. Wie bei einer Sonnenfinsternis, durchläuft auch eine Mondfinsternis verschiedene Stadien.

Montag 28. Sep

Uhrzeit

Eintritt in den Erdschatten03:07
Mond befindet sich vollständig im Erdschatten04:11 – 05:25
Mitte des Erdschattens04:47
Austritt aus dem Erdschatten06:27
Sichtbarkeitsende06:56
Sonnenaufgang07:14

Wo genau ist der Mond denn Überhaupt?

Das geht relativ einfach. Es gibt genug Apps, die einem den genauen Sonnenstand voraussagen, also gibt es auch Apps, die sich mit dem Mond beschäftigen.

Mit photoephemeris.com seht ihr genau wann der Mond wo sein wird. Zur Zeit des Blutmonds befindet er sich im Südwesten.

Das Wetter

Wie man einen Wetterbericht liest, brauche ich glaube ich nicht zu erklären. Leider gibt es nur wenige Dienste, die auch Uhrzeitgenau Wolken vorhersagen können.

Ich selbst verwende AccuWeather. Mit der App bekommt man stundengenau auch Wolken vorhergesagt.

Der Standort

Das wichtige ist, dass man fast gar kein Licht hat. In der Innenstadt kann man die Sterne nicht mal mehr mit dem bloßen Auge erkennen, wie soll es da die Kamera. Wir brauchen also einen Ort, der weitestgehend frei von Lichtverschmutzung ist. Diese Webseite ist dabei recht hilfreich.

Die Ausrüstung

Wenn ihr nur den Mond Fotografieren möchtet empfehlt sich ein Teleobjektiv von 200mm. Denn Obwohl man den Mond mit dem blossen Auge erkennen kann, ist er doch recht klein. Ich selbst werde versuchen, den Blutmond mit der Milchstrasse zu Fotografieren und kombiniere das ganze mit einem Weitwinkel.

Achso, natürlich ein STATIV!!!

Die Kameraeinstellungen

Tja wir kommen zum schwierigen Teil. Es handelt sich um eine Mondfinsternis. Der Mond wird deutlich dunkler als normal. Das bedeutet, dass wir die Belichtungszeit an die entsprechende Phase des Blutmondes anpassen müssen. (ähnlich wie bei einer Sonnenfinsternis) Da wir die Kamera jedoch auf dem Stativ stehen haben, haben wir genug Spielraum. Ich empfehle euch jedoch nicht zu lange zu Belichten. Bei Belichtungszeiten von mehr als 15-20 Sec. kann es sein, dass die Sterne durch die Erdrotation verschwommen dargestellt werden. Die Blende würde ich auf 4 oder 5.6 stellen. So hat man immer noch eine ausreichende Tiefenschärfe, jedoch auch genug Spielraum, was das Licht betrifft.

 

Jetzt wünsche ich euch viel Erfolg. Stellt euch den Wecker und zeigt mir in den Kommentaren euere Blutmondbilder.

 

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Dieser Beitrag wurde von Matthias Butz geschrieben

Mein Name ist Matthias Butz und ich bin Fotograf und Digital Artist im Raum Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg. Ok, eigentlich bin ich gar kein Fotograf, zumindest kein gelernter. Ich komme aus der IT, wo ich viele Jahre tätig war. Die Fotografie war jedoch schon immer mein Hobby, meine Leidenschaft und so kam es, dass ich eines Tages das Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich bin der Meinung, dass man diese Leidenschaft durch nichts ersetzen kann. Ich liebe, was ich mache und habe Spaß dabei! Wenn man Spaß an etwas hat, ist man deutlich motivierter und kniet sich mehr rein als andere, um Schritt für Schritt besser zu werden. Ich möchte weg von engstirnigen Denken und probiere immer wieder neue Sachen aus um meinen Horizont zu erweitern. Das ist auch der Grund, warum ich die Dinge deutlich lockerer sehe als andere. Ich lasse mich auf mein Team und die Personen mit denen ich Arbeite ein um bessere Ergebnisse zu bekommen.