Was ist ein Weitwinkelobjektiv?

Wer sich eine Kamera kauft, bekommt meist schon Objektiv zur Kamera dazu, oder möchte sich gleich eines dazu kaufen.

Aber welches?

In dieser Serie für Objektive geben wir Tipps zum Thema Brennweite und wann man welches Objektiv verwenden sollte.

Was ist eine Brennweite

Ohne jetzt stark ins Detail zu gehen kann man sagen; je höher die Brennweite umso näher ist an das Motiv heran gezoomt. Ein Objektiv mit einer hohen Brennweite verhält sich ähnlich wie ein Fernglas.

Etwas was weit entfernt ist, wird heran gezoomt und deutlich größer dargestellt.

Wird die Brennweite kleiner, bekommt man deutlich mehr auf das Bild ohne einen großen Abstand zum Motiv einzunehmen. Das ist Beispielsweise bei Menschengruppen oder Landschaften von Vorteil.

Wir werden jedoch auf jeden Brennweitenbereich eingehen und erklären, wie sich das Objektiv verhält.

Wer ein Gefühl für die einzelnen Brennweiten bekommen möchte, kann den Simulator des Objektivherstellers Sigma verwenden.
https://www.sigma-foto.de/fileadmin/content/focalSimulator/focalNeu/sigma-2.swf

Weitwinkelobjektiv – 24-35mm

Das Weitwinkelobjektiv ist ein Objektiv, welches für Landschaften, aber auch für Personenaufnahmen verwendet werden kann.

Wer beispielsweise Personen fotografieren will jedoch auch den Hintergrund zeigen möchte sollte sich für eine Weitwinkelobjektiv entscheiden.

Der optische Charakter des Weitwinkels

Was jedem beim verwenden eines Weitwinkelobjektivs auffällt ist, dass beim fotografieren bei gleichem Abstand zum Motiv einfach mehr auf das Bild passt. Aus diesem Grund wir auch alles kleiner, doch es entstehen noch weitere optische Effekte.

Das Bild wird, aufgrund des teilweise ungewöhnlich großen Blickwinkels verzerrt. So kann es sein, dass eine sonst gerade Linie plötzlich Schief dargestellt wird. Grund hierfür ist der Aufbau des Objektives und die Wölbung der Linse. Diese Wölbung ist erforderlich um den großen Blickwinkel darzustellen.

Fisheye (8-16 mm) und Ultraweitwinkel (16-24mm)

Diese Objektive legen auf die Brennweite noch einmal eine Schippe drauf und kommen sogar auf bis zu 8mm Brennweite und eine 180 Grad Umsicht. Hier kann es schnell passieren, dass man seine eigenen Füße auf dem Bild hat.

Vorteile des Weitwinkels

  • Der unschlagbare Vorteil eines Weitwinkels ist seine Brennweite. Man bekommt sehr viel auf ein Bild. Das ist gerade dann von Vorteil wenn man große Motive wie zum Beispiel Landschaften, Hochhäuser oder Innenarchitektur fotografieren möchte.
  • Der Schärfebereich ist bei einem Weitwinkel trotz offener Blende sehr groß.
  • Die Wahrscheinlichkeit ein Bild zu verwackeln sinkt mit der Brennweite. Mit einem Fisheye beispielsweise kann man auch auf freier Hand mit einer Belichtungszeit von 1/8 Sekunde fotografieren.
  • Das Gilt natürlich auch fürs Filmen mit der Spiegelreflexkamera. Wakler in einem Video sind mit Weitwinkel deutlich geringer als mit einer höheren Brennweite.

Nachteile des Weitwinkelobjektiv

  • Verzeichnung (Beispiel weiter unten), hier gilt meist: je kleiner die Brennweite umso stärker die Verzeichnung.
  • Vingettierung: Die Vignettierung bezeichnet die Randabdunklung in den Bildecken. Diese entsteht dadurch, dass Licht durch das Objektiv einfällt und Teile davon schräg auf den Sensor fallen – so kommt am Bildrand weniger Licht an als in der Mitte.
Verzerrung Verzeichnung objektiv weitwinkel
Von Fantagu – Eigenes Werk, Gemeinfrei,

 

Beispielbilder für Weitwinkelobjektive

Um euch etwas das Gefühl für ein Weitwinkelobjektiv zu geben haben wir hier ein paar Beispielbilder.

Hochzeitsreportage-Odenwald-Hochzeitsfotograf-4
Canon 16-35 @16mm
Lightroom-Grundlagen-videotraining-lernen-bildung-nachher
Canon 16-35 @22mm
Nikon 16-35 @35mm
Nikon 16-35 @35mm
Canon 17-40 @17mm
Canon 17-40 @17mm
Panorama aus mehreren Aufnahmen. Die Aufnahmen wurden im Hochformat erstellt - Canon 17-40 @17mm
Panorama aus mehreren Aufnahmen. Die Aufnahmen wurden im Hochformat erstellt – Canon 17-40 @17mm

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Dieser Beitrag wurde von Matthias Butz geschrieben

Mein Name ist Matthias Butz und ich bin Fotograf und Digital Artist im Raum Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg. Ok, eigentlich bin ich gar kein Fotograf, zumindest kein gelernter. Ich komme aus der IT, wo ich viele Jahre tätig war. Die Fotografie war jedoch schon immer mein Hobby, meine Leidenschaft und so kam es, dass ich eines Tages das Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich bin der Meinung, dass man diese Leidenschaft durch nichts ersetzen kann. Ich liebe, was ich mache und habe Spaß dabei! Wenn man Spaß an etwas hat, ist man deutlich motivierter und kniet sich mehr rein als andere, um Schritt für Schritt besser zu werden. Ich möchte weg von engstirnigen Denken und probiere immer wieder neue Sachen aus um meinen Horizont zu erweitern. Das ist auch der Grund, warum ich die Dinge deutlich lockerer sehe als andere. Ich lasse mich auf mein Team und die Personen mit denen ich Arbeite ein um bessere Ergebnisse zu bekommen.