Flern => Photoshop => Adobe Camera RAW in Photoshop

Camera RAW ist ein extrem vielseitiges Programm, mit dem sich unglaublich viel machen lässt. Es deckt eigentlich das Grundlegende der Bildbearbeitung ab.

Das folgende Videotutorial lässt sich sowohl auf Lightroom, als auch auf Photoshop anwenden, da der Camera RAW Dialog in beiden Programmen gleich ist. Bei Lightroom sind die erklärten Regler und Funktionen in dem Entwickeln Modul zu finden.

Videotutorial Camera RAW

In dem Tutorial zeige ich euch von Anfang bis Ende, wie das Bild der Siegessäule, welches ich in Berlin gemacht habe, bearbeitet wurde. Direkt zu nachmachen und mit der Originalen RAW Datei.

Diese könnt ihr euch mit einem Klick auf den folgenden Link herunterladen.

DOWNLOAD

Die Datei darf bearbeitet und hochgeladen werden, jedoch nicht für kommerzielle Zwecke verwendet und eine Namensnennung ist Pflicht. Bedingungen zur Weitergabe unter http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/legalcode

Was kann Camera RAW?

Camera RAW ist für den Anfang sehr einfach strukturiert und lässt sich relativ einfach verstehen.
Wir haben auf der rechten Seite Regler für die verschiedensten Einflüsse in eurem Bild. Ich werde jetzt einmal die wichtigsten Erklären. Sollte ich einen Regler vergessen, gibt es eine ganz einfache Möglichkeit zu erfahren, was er genau macht. Zieht ihn doch einmal bis zum Anschlag bekommt man zumindest einen ungefähren Eindruck von seiner Aufgabe

Weißabgleich

Der Weißabgleich-Regler kann das Bild einfärben. Das ist von Vorteil um gewisse Farbverschiebungen auszugleichen. Wir haben mit diesen beiden Reglern die Möglichkeit das Bild mehr in dem Blau bzw. Rot/Orange Bereich zu verschieben oder mit dem zweiten Regler es grünlicher oder Magenta/Lila zu färben.
Obwohl der Regler eigentlich dafür da ist Färbungen aus einem Bild zu entfernen, kann er auch dafür verwendet werden das Bild einzufärben und so einen Farbstil über das Foto zu legen.

Belichtung

Bei der Belichtung wird grundsätzlich die Helligkeit des Bildes verändert. Hierzu ist das Bild in die folgenden Bereiche aufgeteilt:

Helligkeit

Die Helligkeit beeinflusst das komplette Bild und mach alles Heller oder Dunkler. Je nachdem ob wir den Regler nach links oder nach rechts bewegen.

Kontrast

Der Kontrast ist die Hell zu Dunkel Differenz. Erhöht man den Kontrast in einem Bild wir also alles, was hell ist noch Heller und alles was dunkel ist noch Dunkler.

Tiefen

Dieser Regler beeinflusst die Dunkleren Bildbereiche. Also die Bereiche, die etwas dunkler sind jedoch noch nicht komplett schwarz.

Lichter

Die Lichter sind genau das Gegenteil. Dieser Regler wirkt sich nur auf die helleren Bildbereiche aus, jedoch nicht auf das fast weiße.

Schwarz / Weiß

Jetzt sind wir in der Extreme. Diese Beiden Regler funktionieren auch wie die Tiefen oder Lichter doch nur in den ganz dunklen (Schwarz) oder ganz hellen (Weiß) Bereichen.

Gradationskurve

Die Gradationskurve teilt das Bild nicht in vier Helligkeitsbereiche auf, sondern in 255. Das macht es zwar etwas schwerer, aber auch deutlich präziser die verschiedenen Helligkeitsbereiche anzupassen.
Im Endeffekt kann man sich die Linie auch wie einen Regler vorstellen, der nur deutlich feiner funktioniert. Wenn ich die Linie nach oben schiebe, wird der ausgewählte Bildbereich heller, nach unten dann einfach dunkler.

HSL

Mit den HSL-Reglern kannst du einzelne Farbbereiche in einem Foto anpassen. Wenn beispielsweise ein roter Gegenstand zu auffällig und ablenkend wirkt, lässt sich seine Farbe mit dem Sättigungsregler für Rottöne anpassen. Beachte, dass alle ähnlichen Rottöne im Foto von der Anpassung betroffen sind.

Die Regler in diesen Bedienfeldern wirken in bestimmten Farbbereichen:

  • Farbton Ändert die Farbe. Du kannst beispielsweise einen blauen Himmel (und alle anderen blauen Objekte) von Cyan in Purpur umfärben.
  • Sättigung Ändert die Sättigung der Farbe. Du kannst beispielsweise einen blauen Himmel von Grautönen zu einem hochgesättigten Blau umfärben.
  • Luminanz Ändert die Helligkeit des Farbbereichs.
    Anpassungen im HSL-Bedienfeld

Wähle im HSL-Bedienfeld durch Auswahl von „Farbton“, „Sättigung“, „Luminanz“ oder „Alle“ die Regler aus, mit denen du arbeiten willst. Ziehe an den Reglern oder gib Werte in die Textfelder rechts neben dem Regler ein.

Teiltonung

Mit der Teiltonung kann man die Tiefen oder Lichter recht schnell und einfach mit einem Farbstil versehen. Ein Regler für den Farbton und einer für die Intensität.

Schärfen

Schärfe ist extrem Wichtig, doch wie funktioniert sie? Wir nehmen schärfe als kleine Unterschiede zwischen Hell und Dunkel wahr. Hier gibt es jetzt zwei wichtige regler. Mit dem ersten verändern wird die Stärke der Schärfe. Es funktioniert wie eine Anhebung des Kontrastes nur sehr viel feiner.

Mit dem Radius stellen wir ein, wie fein das Bild nachgeschärft werden soll. Hier sollte man es nicht zu sehr übertreiben, da das Bild sonst schnell hässlich aussehen kann.

Für den Anfang empfehle ich eine Stärke von 50-80 und einen Radius von 05,-0,7. Das sollte bei den meisten Bildern funktionieren. Beurteilt es jedoch am besten selbst und übernehmt nicht alle Werte 1:1.

Objektivkorrektur

Kompensiere die durch das Kameraobjektiv verursachte chromatische Aberration, geometrische Verzerrungen und die Objektiv-Vignettierung. Entweder vollautomatisch oder manuell ganz nach deinen Vorlieben und Kenntnissen.

Effekte

Die Effekte können dem Bild noch einmal einen letzten Schliff geben. Egal ob das Rauschen bei einen Schwarz-Weiß Portrait oder eine Vignette hier geht alles sehr schnell und einfach.

Eure Aufgabe!

Heute gibt es eine Aufgabe, für die Leute die komplette Anfänger in der Bildbearbeitung sind. Öffnet meine RAW Datei in Lightroom und probiert, was ich euch erklärt habe selbst aus. Ihr wisst jetzt wie ich es mache, doch wie macht ihr es?

Ich will eure Versionen des Bildes sehen und will sehen, was ihr daraus machen könnt. Entweder ihr schickt mir das bild per Mail an [email protected] oder ihr posted es an unsere Facebook-Pinnwand.

 

Matthias Butz

Mein Name ist Matthias Butz und ich bin Fotograf und Digital Artist im Raum Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg. Ok, eigentlich bin ich gar kein Fotograf, zumindest kein gelernter. Ich komme aus der IT, wo ich viele Jahre tätig war. Die Fotografie war jedoch schon immer mein Hobby, meine Leidenschaft und so kam es, dass ich eines Tages das Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich bin der Meinung, dass man diese Leidenschaft durch nichts ersetzen kann. Ich liebe, was ich mache und habe Spaß dabei! Wenn man Spaß an etwas hat, ist man deutlich motivierter und kniet sich mehr rein als andere, um Schritt für Schritt besser zu werden. Ich möchte weg von engstirnigen Denken und probiere immer wieder neue Sachen aus um meinen Horizont zu erweitern. Das ist auch der Grund, warum ich die Dinge deutlich lockerer sehe als andere. Ich lasse mich auf mein Team und die Personen mit denen ich Arbeite ein um bessere Ergebnisse zu bekommen.

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