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Videotutorial Gradationskurve

Helligkeit

Die Gradationskurve ist recht einfach aufgebaut, wenn es auch etwas Übung braucht um mit Ihr umgehen zu können. Grundsätzlich wird das Bild in die unterschiedlichen Helligkeitsbereiche aufgeteilt. Links sind die ganz dunklen Bereiche und je weiter man nach rechts geht, umso heller sind die gewählten Tonwerte.

Durch ziehen der Linie nach oben oder unten kann ich den gewählten Bereich im Bild heller oder dunkler machen. Ziehe ich die Linie der Gradationskurve also im linken Bereich nach oben werden die dunklen Bereiche des Bildes aufgehellt.  So lässt sich die Helligkeit der unterschiedlichen Bereiche im Bild exakt steuern.

 

Farbe

Wir können mit der Gradationskurve ebenfalls die drei Farbkanäle des RGB Farbraums kontrollieren. Nämlich Rot, Grün und Blau. Das ist etwas komplizierter, wenn man es jedoch einmal verstanden hat, macht es wirklich Spaß damit zu arbeiten.

Wenn ich den Regler des entsprechenden Farbkanals nach oben ziehe erhöht sich die Sättigung im ausgewählten Helligkeitsbereich. Wollen wir mehr Blau in die hellen Bildbereiche hinzufügen müssen wir die Linie der Gradationskurve im Blaukanal auf der rechten Seite nach oben verschieben.

Komplementärfarbe

Doch was passiert, wenn wir die Linie nach unten ziehen? Jetzt wird es spannend!

Das Bild wird dann nämlich nicht einfach entsättigt sondern mit der Komplementärfarbe gefüllt.

Die folgende Grafik verdeutlich diese Farben etwas. Bei der Komplementärfarbe handelt es sich immer um den gegenüberliegenden Farbwert.

Viel einfacher lässt sich das jedoch merken, wenn wir den CMYK Farbraum daneben halten. K steht für Schwarz und kann somit erst einmal rausfallen. Doch CMY sind die exakten Komplementärfarben zu RGB

  • Rot hat die Komplementärfarbe Cyan
  • Grün hat die Komplementärfarbe Magenta
  • Blau hat die Komplementärfarbe Yellow

Kurz nochmal zum Mitschreiben: RGB = Rot Grün Blau und CMYK = Cyan Magenta Yellow und Key (steht für den Schwarzen Farbanteil)

komplementärfarbe-bildbearbeitung-gradationskurve-photoshop

Ok; doch was heißt das jetzt?

Relativ einfach. Wenn wir die Linie der Gardationskurve nach oben ziehen, wird dem Bild die Farbe des aktuellen Kanals hinzugefügt. Wenn wir sie nach unten ziehen die Komplementärfarbe. Im roten Kanal bekommen wir beispielsweise beim nach unten ziehen einen Cyanton ins Bild.

 

Die Pipetten

Mittelton

Du kannst in den Korrektureinstellungen der Gradationskurve die Pipetten verwenden, um einen etwaigen Farbstich zu korrigieren. Ein Farbstich ist eine unerwünschte Tönung, die von einem Übermaß an Farbe (Rot, Grün, Blau) verursacht wird. Zur Herstellung der gewünschten Farbbalance im Bild empfiehlt es sich, zunächst einen Bereich auszuwählen, der neutral sein soll, und dann den Farbstich aus diesem Bereich zu entfernen. Hierzu die Pipette für Mitteltöne auswählen und auf den Bereich klicken, der neutral sein soll. Beispielsweise eine neutrale Fabre wie weiß oder grau, die aufgrund der Sonneneinstrahlung oder durch einen falschen Weißabgleich eben nicht grau sondern beispielsweise bläulich ist. Photoshop wird dann mithilfe der Gradationskurve automatisch das gesamte Bild so anpassen, dass der angeklickte beriech möglichst neutral dargestellt wird.

Schwarzpunkt / Weißpunkt

Jetzt geht es wieder um die Helligkeit und weniger um Farben. Mit dem Schwarz oder Weißpunkt können wir den hellsten bzw. dunkelsten Punkt in unserem Bild definieren. Wenn wir mit der entsprechenden Pipette auf einen Punkt im Bild klicken wird Photoshop diesen Punkt als den neuen dunkelsten oder hellsten Punkt ansehen. Im endeffekt bedeutet das, dass der Punkt Schwarz bzw. Weiß wird. Es gibt nichts dunkleres als Schwarz und nichts helleres als Weiß.

Doch alles was vorher heller war bzw. dunkler war wird jetzt ebenfalls weiß oder schwarz. Je nach dem welches Werkzeug wir verwenden… Also besser nicht vertauschen 😉

Matthias Butz

Mein Name ist Matthias Butz und ich bin Fotograf und Digital Artist im Raum Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg. Ok, eigentlich bin ich gar kein Fotograf, zumindest kein gelernter. Ich komme aus der IT, wo ich viele Jahre tätig war. Die Fotografie war jedoch schon immer mein Hobby, meine Leidenschaft und so kam es, dass ich eines Tages das Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich bin der Meinung, dass man diese Leidenschaft durch nichts ersetzen kann. Ich liebe, was ich mache und habe Spaß dabei! Wenn man Spaß an etwas hat, ist man deutlich motivierter und kniet sich mehr rein als andere, um Schritt für Schritt besser zu werden. Ich möchte weg von engstirnigen Denken und probiere immer wieder neue Sachen aus um meinen Horizont zu erweitern. Das ist auch der Grund, warum ich die Dinge deutlich lockerer sehe als andere. Ich lasse mich auf mein Team und die Personen mit denen ich Arbeite ein um bessere Ergebnisse zu bekommen.

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