Flern => Fotoequipment => Welche Kamera soll ich kaufen? – Kompaktkamera

Hallo Leute,

heute geht es um die mir wohl meist gestellte Frage. Welche Kamera soll ich kaufen. Manchmal wird die Frage auch etwas umformuliert wie z.B. Mit welcher Kamera fotografierst du?

Meine Antwort: Es ist unmöglich dir die perfekte Kamera zu empfehlen. Heißt jedoch nicht, dass es die perfekte Kamera nicht gibt.

Mein Geschärft ist auf die Portrait und Hochzeitsfotografie ausgerichtet. Ich brauche etwas, bei dem ich nicht alle 5 Minuten den Akku wechseln muss, etwas dass einen Sturz aushält, gut in der Hand liegt und auch im dunkeln noch ohne Blitz fotografiert. Ich bin bereit hierfür mehrere tausend Euro auszugeben.

Ist das zu 100% dein Anspruch? Nein? Siehste!

Jeder hat seinen eigenen Anspruch. Doch glücklicherweise bietet uns der Fotografenmarkt eine so gigantische Auswahl an, dass man sich manchmal fühlt wie im Supermarkt vorm Wurstregal. Doch es muss nicht die Vegane Biowurst sein es gibt für jeden Geschmack das richtige.

Wir wollen in der folgenden Serie herausfinden, was dein Geschmack ist und wie du deine perfekte Kamera findest oder dieser Perfektion zumindest einmal sehr nahe kommst.

Hierbei ist es egal, ob du schon 10 Kameras hast oder gar keine. 100€ ausgeben willst oder 10.000 (ja das geht auch) ich habe für jeden was dabei!

 

Welche Formate gibt es?

Wir haben jede Menge größen und Formate auf dem Kameramarkt und ich werde jedes einzelne mit Vor- und Nachteilen ansprechen. Um euch einen kleinen Überblick zu geben hier einmal folgende Grafik.

 

die verschiedenen kamerasysteme auf dem Markt
Klar! Es gibt noch mehr. Zum Beispiel das Mittelformat, doch wir wollen uns ersteinmal auf das beschränken, was gängig ist und was man sich antürlich auch leisten kann:)

günstige Kompaktkameras

Mit den kleinsten geht es einmal los! Diese Kameras bieten trotz ihres geringen Einstiegspreises von da. 50€ enorme Funktionen, die meist gar nicht beachtet werden.

Natürlich ist man hier etwas eingeschränkt. Die komaktkameras sind kleine Kästen mit Auslöser, Display und je nach Preisklasse mehr oder weniger Funktionen.

In der 50-150 € Klasse findet man meist die Point & Shoot Systeme. Ausrichten, draufdrücken, fertig! Funktioniert wie die Kamera des Smartphones und ist vollkommen ausreichend, wenn man sich weniger Gedanken um Einstellungen und Objektive machen möchte sondern einfach nur den Moment festhalten will. Einen Zoom sucht man hier manchmal vergeblich, doch dafür sind sie meist klein und manche Modelle sogar Wasserdicht. Die perfekte Kamera um Sie zum Beispiel im Urlaub dabei zu haben selbst wenn Sie kaputt geht oder sogar gestohlen wird, ist das wertvollste dass verloren geht wohl die Erinnerungen.

mittlere Preisklasse

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In der Mittleren Preisklasse bekommen wir schon deutlich mehr für unser Geld. Wir sprechen hier von 150-300 €. Die Kameras sind meist mit größeren Bildsensoren für eine bessere Qualität, einem Bildstabilisator, verschiedenen Aufnahmemodi und eine Filmfunktion ausgestattet.

Je nach Modell, können wir zum Teil auch manuelle Einstellungen vornehmen, was uns die Möglichkeit gibt die Kamera zu kontrollieren.

Was die günstigeren Kameras meist nicht können ist das Zoomen. Hier bekommt man zwar das gefühl vermittelt, dass man in das bild hineinzoomt, doch das ist eine reine Illusion. Der Zoom findet hier rein digital statt und man verliert an Auflösung. Kameras der mittleren Preisklasse sind hingegen meist mit einem optischen Zoom ausgestattet und wir können uns verlustfrei Objekte näher heran holen.

Wem das noch nicht reich, der bekommt von den Herstellern meist noch jede Menge Zubehör geboten, sodass man auch mit einer kleinen Kamera schon ganz gut ausgestattet ist.

 

Premiumklasse

 

Willkommen im Profibereich! Jetzt sind uns kaum noch grenzen gesetzt, sowohl was die Leistung, als auch natürlich den Preis an geht.Das teuerste Modell, dass ich gefunden habe gibt es für stolze 3200 € und zwar die Sony RX1 R II.

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Doch keine sorge, so viel müsst ihr nicht ausgeben ich wollte nur einmal zeigen, wo das hin führen kann.

Im Endeffekt setzt die Premiumklasse noch einmal einen auf die mittlere Preisklasse obendrauf. Klar irgendwie muss man den Preis natürlich rechtfertigen.

Doch für euer Geld bekommt ihr auch oft eine Menge. Beispielsweise haben diese Kameras die Möglichkeit die Objektive zu wechseln und sorgen durch nochmal größere Sensoren für eine unglaubliche Bildqualität. Die Sensorgröße kann hier sogar bis zum Vollformat gehen, was eine beachtliche größe für eine so kleine Kamera ist. Auch das wechseln der Objektive sollte man nicht verachten. Zwar muss man die teilweise überteuerten Spezialobjektive eines herstellers kaufen, doch auch die geben euch die Möglichkeit euch weiterzuentwickeln.

Doch wir kommen zum wohl wichtigsten Punkt! Ihr könnt alles manuell einstellen und habt wirklich die volle Kontrolle über ISO, Blende, Belichtungszeit und noch viel mehr.

Abgerundet wird das Paket oft mit einem aufwendigen und intelligenten Bildstabilisator, einem schnellen Fokus einem kleinen Sucher (wie auf dem Bild) und Videoauslösung bis hin zu 4k.

 

Zusammenfassung

So, ihr habt jetzt erst einmal einen ganz guten Überblick über die verschiedenen Preisklassen der Kompaktkamera. Spätestens jetzt sollte jeder erkennen, wie schwierig es eigentlich ist eine Kamera zu kaufen. Der Markt bietet hier einfach zu viele Möglichkeiten. Wenn es eure erste Kamera ist, empfehle ich euch erst einmal die weiteren Beiträge und die anderen kategorien abzuwarten und euch dann eine Kamera Kategorie und anschließend eine Preisklasse herauszusuchen. Dann könnt ihr immer noch in den Laden gehen und die Kamera einmal in die Hand nehmen und sie ausprobieren.

Das ist so unglaublich wichtig. Immerhin wird Sie euch eine ganze weile begleiten.

Zusammengefasst, kann man zu Kompaktkameras sagen, dass sie alle sehr klein sind und fast immer mit einem Display arbeiten. Durch ihre geringe größe muss meist an anderen ecken gespart werden, damit die Kamera nicht zu groß wird. Manche sachen, wie zum beispiel ein geringer Schärfebereich ist mit Kompaktkameras nur sehr schwer umzusetzen. Dafür haben wir eine Kamera, die klein ist und in die Hosentasche passt. Es ist auf jeden Fall bewquemer eine Kompaktkamera mit sich herum zu schelppen, als eine 2 Kilo Speigelreflex, doch darum soll es in den nächsten Teilen gehen.

 

Matthias Butz

Mein Name ist Matthias Butz und ich bin Fotograf und Digital Artist im Raum Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg. Ok, eigentlich bin ich gar kein Fotograf, zumindest kein gelernter. Ich komme aus der IT, wo ich viele Jahre tätig war. Die Fotografie war jedoch schon immer mein Hobby, meine Leidenschaft und so kam es, dass ich eines Tages das Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich bin der Meinung, dass man diese Leidenschaft durch nichts ersetzen kann. Ich liebe, was ich mache und habe Spaß dabei! Wenn man Spaß an etwas hat, ist man deutlich motivierter und kniet sich mehr rein als andere, um Schritt für Schritt besser zu werden. Ich möchte weg von engstirnigen Denken und probiere immer wieder neue Sachen aus um meinen Horizont zu erweitern. Das ist auch der Grund, warum ich die Dinge deutlich lockerer sehe als andere. Ich lasse mich auf mein Team und die Personen mit denen ich Arbeite ein um bessere Ergebnisse zu bekommen.

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