5 Tipps – Portraits bei natürlichem Licht

Hallo Zusammen,

bald ist es soweit! das neue Portrait Videotraining ist schon fast fertig. Doch ihr müsst nicht ganz so lange warten, denn heute soll es genau hierzu ein paar Tipps geben.

Ich habe heute 5 Tipps für euch, wie ihr mehr aus euren Portraits, beim fotografieren mit natürlichem Licht, rausholen könnt und die typischen Fehler vermeidet.

Los gehts!

1: Der Hintergrund

Fast genauso wichtig wie ein gutes Licht ist, ist auch wie es sich auf den hintergrund auswirkt. Man kann das beste Licht haben, wenn die Lichtverhältnisse im Hintergrund nicht stimmen ruiniert es das Bild trotzdem.

Im nachhinein kann man immer sagen, dass der Hintergrund zu hell ist oder störende Elemente enthält, doch ihr müsst beim Shooting schon darauf achten. Im nachhinein hier noch etwas zu ädnern bzw. in der Bearbeitung zu “retten” ist meist sehr aufwendig oder auch gar nicht möglich.

Wenn ihr mit weichem Licht fotografiert, solltet ihr darauf achten, dass der hintergrund auch mit weichem gleichmäßigem Licht beleuchtet ist um das Bild stimmig zu gestalten.

Beispiel

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Hier das Beispiel, wie man es vermeiden sollte. Sie steht mitten im harten licht (was ich eher unschön finde, doch dass kann man noch unter Geschmack ablegen) Der Hintergrund um den es jedoch gehen soll ist sehr unregelmäßig. Schatten -> licht -> schatten. Finde ich eher unpassend.
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Hier sieht die Sache schon besser aus. Sie ist deutlich heller als der Hintergrund und der Hintergrund ist nur noch da, um dem Bild leben zu geben und lenkt nicht vom Motiv ab. Ein deutlich stimmigeres Foto

2. Weichspüler

Ich fand Diffusoren klingt zu kompliziert, da passt Weichspüler schon besser. Doch keine sorge ihr müsst jetzt nicht zur Waschmaschine. Es geht um die Lichtquelle. Die große gigantische Lichtquelle am Himmel. Denn wenn ihr mal um die Mittagszeit nach draussen gegangen seid, werdet ihr merken, dass es kein wirklich schönes Licht ist was von dort oben kommt. Die Sonne knallt manchmal so stark, dass man nur noch mit Sonnenbrille vor die Tür gehen kann. Doch es gibt auch natürliche Diffusoren(Weichspüler) die dieses Licht abmildern und deutlich weicher gestalten. Diffus eben.

Eine tolle Möglichkeit hierfür ist der Sonnenuntergang. Durch die verschiedenen Phasen bekommt man auch ein ganz anderes Licht, als man es Beispielsweise am Tag hat und die Sonne verliert natürlich an Kraft. Zusätzlich dazu kann man die Sonne noch hinter Bäumen verstecken und hinter der Person platzieren. Dadurch bekommt man nicht nur ein weicheres Licht im Gesicht, da die Sonne ja von hinten kommt, sondern auch richtig coole Lichtkanten, die das Model noch einmal vom Hintergrund abheben.

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Brautpaarshooting gegen Abend. Hinter dem Brautpaar geht gerade die Sonne unter. Das macht den hintergrund schön Dunkel und sorgt ebenfalls für diese Lichtkante im gesicht.
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Das gleiche Prinzip nur ist die Sonne hier nicht ganz so hinter den Bäumen versteckt.

3: Geh in den Schatten

Was machen wir, wenn wir jedoch mittags fotografieren müssen. Gründe hierfür gibt es wohl genug, doch als Fotograf muss man mit der Situation umgehen können und braucht hier eine alternative.

Gerade bei Hochzeiten ist es recht schwierig, da man das Shooting nicht einfach verschieben kann.Typischerweise denken Hochzeitsfotografen an so etwas auch nicht. Doch denkt daran und bietet euren Kunden eure Hilfe bei der Planung an. Ein Brautpaar weiss normalerweise nicht, dass Bilder um 8 Uhr abends komplett anders aussehen als um 12 Mittags. Also legt die Zeitplanung so, dass man ein geiles Licht hat, wenn man ein geiles Licht braucht.

Natürlich ist es auch dann nicht garantiert, dass ihr nie Mittags fotografieren müsst. Wenn ihr jedoch bei der knalligen Sonne hinter der Kamera steht habe ich einen ultimativen Tipp für euch: Geht in den Schatten und vergesst dabei Tipp 1 nicht.

Auf Hochzeiten kann man auf diese Art auch mittags geniale Bilder machen, wenn ihr die wichtigen Brautpaarbilder im Kasten habt, könnt ihr vielleicht bei Sonnenuntergang noch einmal 15 min raus gehen und ein Bild in diesem genialen Licht schießen ohne euch zu lange aufhalten zu müssen, denn ihr habt ja eigentlich schon alles 😉

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Das Ergebnis eines Brautpaarshootings in der Mittagssonne. Nachdem wir uns Schatten gesucht hatten war alles kein Problem. Achtet jedoch darauf, wenn ihr euch unter Bäume stellt, dass die Lichtflecken nicht zu sehr stören oder gar durch das Gesicht gehen.
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Der Killershot für den ich mit dem Brautpaar noch einmal extra zur Location gegangen bin. Glücklicherweise war diese genau hinter dem Lokal, in dem die Party statt fand 😉

4: Bedeckter Himmel

Jetzt kommen wir zu etwas viel einfacherem. Wartet doch einfach auf Wolken. Wolken geben uns ein schönes Weiches Licht, doch hier gibt es auch noch ein paar sachen zu beachten.

Weiches Licht sorgt zwar für schöne weiche Schatten, wenn jedoch nur noch weiches graues Licht im Bild ist kann es Schnell langweilig wirken. Es hat einen Grund warum wir nicht immer im wolkigen Matsch des Himmels fotografieren. Sonnenlicht macht Bilder interessanter auch wenn es deutlich schwieriger ist es zu kontrollieren.

Anfänger sollten deshalb langsam anfangen und vielleicht wirklich erst einmal bei bedecktem Himmel fotografieren. Es macht es einfacher ein schönes Portrait zu erstellen. Der Rest kann immer noch später kommen.

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Brautpaar, fotografiert bei bewölktem Himmel
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Portrait, fotografiert bei leicht bewölktem Himmel

 

5: Vom Hintergrund abheben

Mein persönlicher Favorit beim fotografieren mit natürlichem Licht ist, dass man das Model vom Hintergrund abhebt. Sei es durch die vorhin angesprochenen Lichtkanten oder durch die Helligkeit. Wenn der Hintergrund beispielsweise Dunkler ist als das Model wird der Fokus deutlich auf die Person gelenkt. Genial oder?

5 Tipps für Portraits bei natürlichem Licht
Der Hintergrund auf diesem Bild ist im vergleich zu der hellen Haus und den blonden Haaren deutlich Dunkler un bringt den Fokus mehr auf die Person.

 

 

Feedback

Jetzt seid Ihr gefragt. Diese Tipps funktionieren nur dann wenn man Sie auch umsetzt! Also geht raus un fotografiert! Gerne könnt Ihr mir eure Ergebnisse auf meine Facebookseite posten, wenn Ihr meine Meinung und meine Tipps hören wollt.

 

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Dieser Beitrag wurde von Matthias Butz geschrieben

Mein Name ist Matthias Butz und ich bin Fotograf und Digital Artist im Raum Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg. Ok, eigentlich bin ich gar kein Fotograf, zumindest kein gelernter. Ich komme aus der IT, wo ich viele Jahre tätig war. Die Fotografie war jedoch schon immer mein Hobby, meine Leidenschaft und so kam es, dass ich eines Tages das Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich bin der Meinung, dass man diese Leidenschaft durch nichts ersetzen kann. Ich liebe, was ich mache und habe Spaß dabei! Wenn man Spaß an etwas hat, ist man deutlich motivierter und kniet sich mehr rein als andere, um Schritt für Schritt besser zu werden. Ich möchte weg von engstirnigen Denken und probiere immer wieder neue Sachen aus um meinen Horizont zu erweitern. Das ist auch der Grund, warum ich die Dinge deutlich lockerer sehe als andere. Ich lasse mich auf mein Team und die Personen mit denen ich Arbeite ein um bessere Ergebnisse zu bekommen.