Flern => Fotografieren => Was man als Fotograf aus Filmen lernen kann

Hallo Zusammen,

heute geht es mal nicht um eines der typischen Tutorials. Es geht um etwas das zum Nachdenken anregen soll und zwar was wir als Fotografen von Filmen lernen können.

Bei Filmen (zumindest bei den größeren Produktionen) gibt es den Director of Photogrpahy, der nur einen Job hat. Alles gut in Szene zu setzen. Also die Platzierung der Elemente im Hintergrund, die Perspektive und die Bildgestaltung. Das sind alles Punkte, die auch bei einem guten Foto eine große Rolle spielen.

Das bedeutet, wir können von der Arbeit richtig genialer Menschen sehr viel Lernen, ohne ewig die Facebooktimline nach einem guten Bild zu durchsuchen. Deshalb habe ich heute die folgenden Punkte für euch!

Color Grading

Für die meisten Fotografen ist der Begriff eher „Bahnhof“ es ist auch etwas, was in der Filmwelt deutlich mehr Anwendung findet sich jedoch auf die Fotografie übertragen lässt. Color Grading kann sowohl beim Shoot, als auch in der Bearbeitung umgesetzt werden. Offiziell ist es der Bildlook, der sich später auf dem finalen Film befindet und die Szene miteinander verbindet. Man kennt es zum Beispiel auf Matrix. Hier ist die Primärfarbe natürlich Grün und genau dieser Look sorgt dafür, dass man den Film auch direkt wiedererkennt.

fotografieren-lernen-filme-inspiration-color-grading.jpg

In Game of Thrones haben es die „Grader“ noch besser gemacht und jedem Ort seinen eigenen Farblook gegeben. An der Mauer ist Beispielsweise ein sehr kalter Look um dem Zuschauer eine kalte Umgebung zu vermitteln. Im Süden scheint dagegen die Sonne, also warme Farben. In der Serie wird das sowohl durch das Color Grading als auch durch die Umgebung (Die Elemente im Bild; Kleidung, Landschaften…) gesteuert.

Doch was bringt uns das in der Fotografie? Nun ja, wir können durch eine gewisse Farbstimmung eine Emotion beim Betrachter hervorrufen und das durch den Farbstil in der Bildbearbeitung noch verstärken. Außerdem können wir, wenn wir eine Bildserie erstellen, darauf achten, dass diese sich auch farblich gleichen.

Storytelling

Auch dieser Punkt ist wieder wichtiger im Film als in der Fotografie. Ein Film ist Unterhaltung und man soll der Geschichte folgen können. Doch warum sollten wir das nicht auch auf die Fotografie anwenden können? Weil wir nur ein Bild haben? Das macht es doch nur einfacher.

Schmückt eure Bilder aus, mach nicht einfach ein Bild vor einer weißen Wand. Jedes Element, dass man in das Bild bringt, kann eine Geschichte erzählen und das Foto interessanter gestalten. Gerade dann, wenn man im unscharfen Hintergrund noch durchblicken lässt, wo man sich befindet. Ein Wald, ein Strand ist doch viel interessanter als einfach nur die weiße Wand.

Auch das Posing kann sehr viel Aussagen. Als setzt es gekonnt ein. Nicht einfach nur das Model hinstellen und darauf losknipsen. Überlegt euch, was ihr vielleicht aussagen wollt und welche Geschichte und welchen Interpretationsspielraum euer Bild haben soll.

Matthias Butz

Mein Name ist Matthias Butz und ich bin Fotograf und Digital Artist im Raum Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg. Ok, eigentlich bin ich gar kein Fotograf, zumindest kein gelernter. Ich komme aus der IT, wo ich viele Jahre tätig war. Die Fotografie war jedoch schon immer mein Hobby, meine Leidenschaft und so kam es, dass ich eines Tages das Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich bin der Meinung, dass man diese Leidenschaft durch nichts ersetzen kann. Ich liebe, was ich mache und habe Spaß dabei! Wenn man Spaß an etwas hat, ist man deutlich motivierter und kniet sich mehr rein als andere, um Schritt für Schritt besser zu werden. Ich möchte weg von engstirnigen Denken und probiere immer wieder neue Sachen aus um meinen Horizont zu erweitern. Das ist auch der Grund, warum ich die Dinge deutlich lockerer sehe als andere. Ich lasse mich auf mein Team und die Personen mit denen ich Arbeite ein um bessere Ergebnisse zu bekommen.

Alle Beiträge anzeigen

Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.