Flern => Lightroom => 3 COOLE LIGHTROOM TIPPS

Hallo Zusammen,

Heute habe ich für euch 3 Tipps zu Lightroom, die ihr bestimmt nicht kennt.

JPG Qualität verringern

Ok Tipp Nummer eins sollte den meisten bekannt sein, was die meisten jedoch nicht wissen, ist wie die JPG Komprimierung genau funktioniert und warum es gut ist, nicht jedes Bild mit 100% Qualität abzuspeichern.

Komprimierung fasst im ganz grundlegenden Sinne die Sachen zusammen, die mehrfach vorkommen.

Ein Beispiel:

Brautkleid bleibt Brautkleid und Blaukraut bleibt Blaukraut.

In diesem Satz kommt jedes Wort (abgesehen von dem und) mehr fach vor. Man kann also das zweite vorkommen einfach wegküssen, da man es ja schon mal hatte und einfach das erste wiederholen. Das hilft enorm Speicher zu sparen und verkürzt den Satz auf fast die hälfte.

Brautkleid bleibt I und Blaukraut II III

Cool oder? Und wir verlieren hierdurch keine Informationen, denn es lässt sich beim dekomprimieren alles wieder in den Ursprung zurücksetzen.

Bei Bildern funktioniert das ähnlich, zumindest bis zu einem gewissen grad. Denn da Bilder deutlich komplexer sind als ein einfacher Satz, wird diese verlustfreie komprimierung mit einer verlustreichen komprimierung kombiniert.

Ich will jetzt nicht zu sehr in die Tiefe gehen, denn das heißt viel Mathe!

Ich zeige euch lieber den direkten Unterschied.

Verlustfreie komprimierung mit Lightroom

Beim exportieren eurer JPGs, bekommt ihr bei einem Wert zwischen 70 und 76 eine annähernd verlustfreie komprimierung und halbiert die Dateigröße. Gerade, wenn man eine große Bildmenge hochladen, oder an den Kunden schicken möchte spart das unglaublich viel Zeit.

Einen direktverlgeich zwischen Qualität 100 und 75 habe ich natürlich auch für euch

Links: Qualität 75(2,59 MB bei 20 Megapixel)
Rechts: Qualität 100(8,89 MB bei 20 Megapixel)

ich weiß, dass man den Qualitätsunterschied nicht immer so einfach erkennen kann. Ladet euch einfach die Bilder in voller Auflösung herunter und schaut es euch genau an.

Download

Was passiert bei zu starker komprimierung?

Dadurch, dass immer mehr Bildinformationen zusammengefasst werden müssen verlieren wir irgendwann die Bilddynamik. Es entstehen Artefakte und beispielsweise Farbverläufe werden in Stufen dargestellt. Das Bild sieht einfach eigenartig aus.

Hier das gleiche Bild in 0 (große Komprimierung) und 75 (meiner Erfahung nach das Optimum)

Links: Qualität 75(2,59 MB bei 20 Megapixel)
Rechts: Qualität 0(0,51 MB bei 20 Megapixel)

Meine Emfpehlung, komprimiert die Bilder um einfach Speicherplatz zu sparen, jedoch ohne Qualität zu verlieren. Der Optimale Wert liegt nach meiner Erfahrung zwischen 70 und 76. Welche ihr hier genau nehme ist eigentlich egal. Lightroom arbeitet nur mit 13 Abstufungen obwohl 100 zur Auswahl stehen 😉

Mit Smart Previews arbeiten

Der Trick ist echt cool und ich bin eher durch Zufall darauf gestossen. Smart-Previews sind dafür gedacht unterwegs mit kleine RAW Vorschauen zu arbeiten, wenn man nicht die RAW Dateien in voller Auflösung mitschleppen möchte. Diese Vorschauen haben zwar den vollen Dynamikumfang einer RAW Datei, aber eine geringere Auflösung.

Ok zurück zum Trick.

Nicht nur unterwegs bieten die Smart-Previews einen tollen Vorteil, sondern auch wenn man eigentlich die originalen Dateien zur Verfügung hätte. Denn Lightroom arbeitet mit den Smart-Previews etwa doppelt so schnell, was gerade auf langsamen Rechnern die Bildbearbeitung deutlich verändert.

Entweder die Originaldateien auf einem externen Medium speichern und die Verbindung trennen oder den Ordner mit den Originalen einfach umbenennen, nachdem die Smart-Previews erstellt wurden.

Jetzt arbeitet Lightroom nur noch mit den Smart-Previews, so lange bis das externe Medium wieder angeschlossen wird oder du dem Ordner wieder seinen vorherigen Namen gibts.

Lumminanzregler für den Himmel

Ihr kennt das Problem bestimmt. Entweder der Himmel ist zu Hell oder der Boden zu Dunkel. Es gibt zwar Möglichkeiten wie man das Vermeiden kann oder auch in der Bildbearbeitung lösen kann, doch ich habe einen Weg für euch der nicht zu schnell unrealistisch wirkt.
Hierzu einfach die Lumminanz der Blautöne verringern. So wird der Himmel dunkler und die Fabre kommt mehr zur geltung.

Hier ein Vorher-Nachher Vergleich

So das wars für heute. Viel Spaß beim umsetzen und natürlich beim bearbeiten eurer Bilder.

Gruß und bis zum nächsten mal

Matthias

Matthias Butz

Mein Name ist Matthias Butz und ich bin Fotograf und Digital Artist im Raum Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg. Ok, eigentlich bin ich gar kein Fotograf, zumindest kein gelernter. Ich komme aus der IT, wo ich viele Jahre tätig war. Die Fotografie war jedoch schon immer mein Hobby, meine Leidenschaft und so kam es, dass ich eines Tages das Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich bin der Meinung, dass man diese Leidenschaft durch nichts ersetzen kann. Ich liebe, was ich mache und habe Spaß dabei! Wenn man Spaß an etwas hat, ist man deutlich motivierter und kniet sich mehr rein als andere, um Schritt für Schritt besser zu werden. Ich möchte weg von engstirnigen Denken und probiere immer wieder neue Sachen aus um meinen Horizont zu erweitern. Das ist auch der Grund, warum ich die Dinge deutlich lockerer sehe als andere. Ich lasse mich auf mein Team und die Personen mit denen ich Arbeite ein um bessere Ergebnisse zu bekommen.

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