Bewegung fotografieren

Hallo Zusammen,

heute habe ich ein Tutorial für euch, in dem es darum geht Bewegung zu fotografieren. Wir gehen hierfür mit einem Jäger in den Wald und fotografieren seinen rennenden Jagdhund Sammy. Ich hab natürlich für euch genau gefilmt was ich gemacht habe… Also los gehts 😉

Belichtungszeit

Die Kameraeinstellungen sind beim fotograiferen von Bewegung relativ simpel. Es benötigt eine schnellere Belichtungszeit. Wie schnell die Belichtungszeit sein muss hängt von der Bewegung ab. Eine schnellere Bewegung benötigt natürlich auch eine schnellere Belichtungszeit.

Das lässt sich eigentlich auch berechnen doch in den wenigsten Fällen kennt man alle Faktoren so genau, dass da auch Sinn macht.

Ich fang meist bei einer 1/160 Sekunde an und erhöhe die Belichtungszeit dann je nachdem ob ich Bewegungsunschärfe erkennen kann, oder nicht. Hier lohnt es sich auch mal in das Bild hinein zu Zoomen um auf Nummer sicher zu gehen.

Autofokus

Gut verwackelt ist das Bild jetzt nicht mehr aber unscharf kann es immer noch sein 😉 Deshalb müssen wir noch den Autofokus korrekt einstellen. Jetzt kommt es darauf an, wie sich unser Motiv durch das Bild bewegt.

Von Vorne

Bewegt sich das Motiv auf uns zu, oder von uns Weg, ist der AF Modus AI Servo (Canon) bzw. AF-C (Nikon und andere) die richtige Wahl. Dieser Autofokusmodus stellt kontinuirlich scharf und schafft es bei den meisten Kameramodellen sogar im Serienbildmodus das Bild immer Scharf zu halten.

Von der Seite

Ein Motiv, dass sich von der Seite durch das Bild bewegt ist jetzt nicht so einfach. Wir müssten das Objekt mit unserem Autofokus-Punkt verfolgen und das ist nicht so einfach. Deshalb empfehle ich euch lieber der Standard Autofokusmodus zu nehmen (OneShot oder AF-S) und auf einen Punkt scharf zu stellen, an dem das Motiv vorbei kommt.

Das ist nicht ganz so einfach doch mit etwas Übung bekommt man auf diese Weise deutlich bessere Ergebnisse.

 

Blende

Die Blende kannst du, je nach können auch öffnen. Wie auf dem Bild unten sieht man eine Coole unschärfe im Hintergrund. Das ist definitiv nicht einfach und wenn ihr euch hier noch nicht ganz so sicher seid, schließt die Blende lieber etwas. Ab einer Blende von 4 bis 5.6 sollte genug schärfe vorhanden sein, dass der Autofokus deutlich treffsicherer Arbeitet.

Perspektive

Wir kommen jetzt zu einem Thema, dass gerade wenn ihr Tiere fotografiert extrem WICHTIG ist. Die Perspektive. Ich finde es absolut grauenhaft Objekte die kleiner sind als man selbst. In dem Video seht ihr es auch ICH LIEGE AUF DEM BODEN.

 

Das macht das Bild komplett anders. Man gibt dem Betrachter einen Blickwinkel, den er so nicht kennt und selten sieht. Wenn ihr also Tiere fotografieren möchtet überlegt welche perspektive hier passen würde und experimentiert ein bisschen.

 

Ich habe jetzt noch die ganzen Bilder von dem Shooting. Viel Spaß bei der Umsetzung und schickt mir gerne eure Bilder indem Ihr unten auf den Support Button klickt. Dann bekommt ihr vielleicht noch den einen oder anderen Tipp von mir 😀

Bis dahin

Gruß

Matthias

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Dieser Beitrag wurde von Matthias Butz geschrieben

Mein Name ist Matthias Butz und ich bin Fotograf und Digital Artist im Raum Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg. Ok, eigentlich bin ich gar kein Fotograf, zumindest kein gelernter. Ich komme aus der IT, wo ich viele Jahre tätig war. Die Fotografie war jedoch schon immer mein Hobby, meine Leidenschaft und so kam es, dass ich eines Tages das Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich bin der Meinung, dass man diese Leidenschaft durch nichts ersetzen kann. Ich liebe, was ich mache und habe Spaß dabei! Wenn man Spaß an etwas hat, ist man deutlich motivierter und kniet sich mehr rein als andere, um Schritt für Schritt besser zu werden. Ich möchte weg von engstirnigen Denken und probiere immer wieder neue Sachen aus um meinen Horizont zu erweitern. Das ist auch der Grund, warum ich die Dinge deutlich lockerer sehe als andere. Ich lasse mich auf mein Team und die Personen mit denen ich Arbeite ein um bessere Ergebnisse zu bekommen.