TOP PHOTOSHOP SÜNDEN

Hallo Zusammen,

es ist kalt draußen und ich habe das Thema Photoshop und Bilderbearbeitung lange vernachlässigt. Ja es gab lange Zeit nur Fotografie Tutorials auf diesem Blog, doch ich werde in Zukunft deutlich mehr Bildbearbeitung einfließen lassen.

Heute soll es um die TOP Fehler der Bildbearbeitung gehen. Um das was man so typischerweise immer wieder sieht und was in Foren und Facebookgruppen immer weider auftaucht. Anfänger scheinen von sich aus ständig dich gleichen Fehler zu machen.

Das soll jetzt niemanden angreifen. Ich will euch nur zeigen, wie man es besser machen könnte.

Videotutorial

Reutsche

Reutschieren mit einem Weichzeichnungsfilter

Egal mit welchem Programm oder welchem Filter man arbeitet. Eine Retusche darf keine 1-Klick Lösung sein. Den schöne Haut Filter gibt es einfach nicht. Wen Ihr so etwas bei euren Bildern verwendet, sorgt das nur dafür, dass alles Unscharf und matschig wird. Da ist es ja fast besser gar nicht zu retuschieren.

Doch es muss auch nicht gleich die Stundenlange Beautyretusche sein.

Retuschieren mit dem Bereichsreperaturpinsel

Es reicht oft vollkommen aus einfach nur den Bereichsreperaturpinsel zu verwenden und das schlimmste zu entfernen. Ich gehe, je nachdem wofür das Bild gedacht ist, her und Retuschiere nur das, was einem an der Person normalerweise nicht auffällt. Ein Pickel der 2-3 Tage später nicht mehr zu sehen ist. Ein paar Falten, die ich nicht komplett entferne sondern nur etwas milder gestalte. Es soll nicht der komplette Charakter der Person entfernt werden.

Für so etwas reich der Bereichsreperaturpinsel vollkommen aus.

(Non)Desktruktive Bearbeitung

Wohl einer Der beliebtesten Fehler, den man jedoch auf dem Bild später nicht sieht. Es geht um die Art wie man es bearbeit.

Und zwar solltet ihr nie auf der Originalebene Arbeiten. Es sollte immer eine neue erstellt werden.

Werkzeuge (mit Maske)

So habt Ihr die Möglichkeit eure Änderungen einfach mit einer Maske zu entfernen, die Deckkraft zu reduzieren oder auch die komplette Bearbeitung wieder zu löschen.

Smart-Filter

Smart-Filter sind auch eine Art des NON-Destruktiven Arbeitens. Ein Smartfilter kann nämlich auch im Nachhinein verändert werden und sogar maskiert. Wie das genau funktioniert habe ich im Video ja schon erklärt 😉

Color Key

Ich bin es mittlerweile einfach nur noch Leid. Color-Keys waren einmal so richtig im Trend. Zu dem Zeitpunkt hat das einfach jeder gemacht. Ein Teil Farbe/ein Teil Scharz-Weiß.

Einige haben verstanden worauf es hier ankommt und das diese extreme Schwarz-Weiß-Methode nur als Unterstützung für die Blickführung da ist, doch viele wissen das selbst heute noch nicht.

Ein Color-Key soll die Blickführung unterstützen und Sie nicht bekämpfen. Ihr könnt euch nicht einfach eine coole Farbe aussuchen und den Rest Schwarz-Weiß machen. Das wirkt einfach nicht.

Sucht euch den Punkt aus, an den Ihr euren Betrachter frühen möchtet, an den euer Betrachter allein durch die vorhandene Bildgestaltung schon geführt wird und wendet euer Color-Key genau darauf an. Nicht nur auf diese spezielle Farbe. Man darf auch einen Bereich auswählen, der mehrere Farben enthält.

Hier ein Beispiel

Augen aufhellen

Mein zweiter Liebling nach dem Color-Key sind die Augen. Augen werden oft viel zu extrem aufgehellt. Einfach zu extrem. Das sieht bei manchen Bildern vielleicht gut aus doch in den meisten Fällen ist es einfach zu viel. Beim aufhellen von Augen kommt es auf mehr an als einfach nur das Heller machen.

Was im Auge dunkel ist wird abgedunkelt und was heller ist wird aufgehellt.

Hier ein Vorher Nachher Vergleich. Entscheidet selbst.

Zähne weißen

Das sehe ich zwar seltener doch es kommt vor. Um zähne weiß zu gestalten sollte man sie nicht einfach nur entsättigen, sondern nur die Gelb-töne reduzieren. Aber eben reduzieren und nicht komplett entfernen. Hier sollte man auch nur subtil arbeiten.

HDR (der Überkontrast)

Jetzt kommt eine Bildbearbeitungssünde die ich selbst am Anfang auch gemacht habe. Ja auch die anderen aber das ist etwas viel zu extremes. HDRs sind nicht einfach und auch hier ist weniger oft mehr. Sowohl bei der Sättigung als auf bei dem Kontrast sollte es nicht zu viel sein.

Hier meine Sünden aus der Anfangszeit 😉

Vorher-Nachher

Das wars für heute. Gerne könnt ihr eure Meinung in die Kommentare schreiben oder auch eure Photoshopsünden verlinken.

Habt wie immer Spaß bei der Bildbearbeitung

Gruß und bis zum nächsten Mal

Matthias

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Dieser Beitrag wurde von Matthias Butz geschrieben

Mein Name ist Matthias Butz und ich bin Fotograf und Digital Artist im Raum Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg. Ok, eigentlich bin ich gar kein Fotograf, zumindest kein gelernter. Ich komme aus der IT, wo ich viele Jahre tätig war. Die Fotografie war jedoch schon immer mein Hobby, meine Leidenschaft und so kam es, dass ich eines Tages das Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich bin der Meinung, dass man diese Leidenschaft durch nichts ersetzen kann. Ich liebe, was ich mache und habe Spaß dabei! Wenn man Spaß an etwas hat, ist man deutlich motivierter und kniet sich mehr rein als andere, um Schritt für Schritt besser zu werden. Ich möchte weg von engstirnigen Denken und probiere immer wieder neue Sachen aus um meinen Horizont zu erweitern. Das ist auch der Grund, warum ich die Dinge deutlich lockerer sehe als andere. Ich lasse mich auf mein Team und die Personen mit denen ich Arbeite ein um bessere Ergebnisse zu bekommen.