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Hallo Zusammen,

herzlich Willkommen im zweiten Teil unserer Tutorialserie zur Studiofotografie. Heute geht es um die verschiedenen Lichter und Lichtformer, die man im Studio verwenden kann.

Videotutorial

Zur Folge I ->STUDIOAUSRÜSTUNG & Fotografieren im Studio I

Lichtarten

Aufsteckblitz

Aufsteckblitze haben richtig Power und werden oft Unterschätzt. Gerade in einem kleinen Studio sind sie oft viel einfacher zu positionieren, als die großen Studioblitze. Außerdem ist man komplett unabhängig von einer Stromquelle. Der einzige Nachteil der Aufsteckblitze ist, dass sie recht schnell an Ihre grenzen stoßen. Gerade wenn man das Licht mit Tageslicht vermischt werden soll oder ein größeres Studio ausleuchten muss, ist hier sehr schnell die Grenze erreicht. Für den Anfang jedoch eine 100% Empfehlung.

Studioblitz / Porty

Jetzt haben wir schon etwas mehr Power Ein Studioblitz wird im Studio an eine Stromquelle angeschlossen und kann mit jedem erdenklichen Lichtformer kombiniert werden. Zusätzlich hat man noch ein Einstelllicht um bereits vor dem Auslösen eine ungefähre Vorstellung der Blitzwirkung zu bekommen. Studioblitze kann man auch mit nach draußen nehmen diese Variante nennt man Porty. Ein Porty hat einen sehr kleinen Blitzkopf und wird per Kabel mit einem Akku verbunden. So ist es möglich auch abseits der Steckdose mit einem Studioblitz zu fotografieren, wie zum beispiel auf diesem Bild.

Das Bild wurde Outdoor mit einem Porty erstellt (Jinbei DC II 600 Porty PRO mit 120cm Oktabox)
Das Bild wurde Outdoor mit einem Porty erstellt (Jinbei DC II 600 Porty PRO mit 120cm Oktabox)

Doch mehr Power auf dem Blitz ist auch nicht immer gut. Denn je mehr Power ein Blitz hat umso Heller ist er, klar Logisch. Doch was macht man wenn diese Leistung für ein kleineres Studio einfach zu viel ist? Klar die Leistung verringen. Doch der niedrigste Leistungspunkt bei einem starken Studioblitz liegt deutlich höher als bei einem schwachen. Ein Beispiel:

Die Leistung eines Studioblitzes wird in Bruchteilen angegeben. Der niedrigste Wert ist in meinem Fall 1/16

1/16 von 600 Watt sind 37,5

1/16 von 300 Watt sin 18,75

Ich komme mit dem 300 Watt starken Blitz also viel niedriger als mit dem starken. Das solltet ihr bei der Anschaffung eines Studioblitzes bedenken. Nach oben kann man zur not auch mit der ISO Einstellung der Kamera ausgleichen.

Dauerlicht

Dauerlicht ist wie das Licht zuhause, dass wir einschalten wenn es Dunkel ist. Es gibt nur einen deutlichen Unterschied. Es ist Farbneutral. Bedeutet, dass wir später nicht die rötliche Färbung einer Glühbirne oder bläuliche Färbung eine Neonröhre auf dem Bild haben.

Tageslicht

Ja in einem Studio darf man auch mit Tageslicht fotografieren. Dafür braucht man nicht mehr, als ein einfaches Fenster. Das kann auch ganz cool aussehen und man kann es mit Blitzlicht mischen, ist aber anspruchsvoll 😀

Lichtformer

Lichtformer gibt es jede Menge. Ich habe für euch einmal die wichtigsten Aufgelistet.

Beauty-Dish / Oktabox

Beauty-Dish mit silberner Beschichtung

Der Beauty-Dish ist ein Lichtformer, der super für Portraits geeignet ist. Er macht in der Mitte ein sehr Kontrastreiches Licht, welches nach außen hin immer weicher wird. Der Beauty-Dish sorgt für einen schönen runden natürlichen Augenreflex.

Beaty-Dish ist typischt für ein knackiges Licht in der Mitte welches nach außen hin immer weiter abfällt.

Wabe

Eine Wabe sorgt bei jedem Lichtformer für ein gerichtetes licht. Bedeutet, das Licht kann nicht mehr so weit streuen und richtet sich direkt nach vorne, ohne das sich die Charakteristik verändert.

beauty-dish-lichtformer-fotografieren-im-studio-beispiel
Beauty-Dish mit Wabe

Die Oktabox funktioniert ähnlich sorgt jedoch für eine gleichmäßige Lichtverteilung. Der Vorteil der Oktabox ist natürlich, dass man sie Zusammenfalten kann. Das geht beim Beauty-Dish natürlich nicht.

Softbox

softbox-lichtformer-fotografieren-im-studioDie Softbox ist ein typischer Lichtformer, mit dem die meisten Fotografen in die Studiofotografie einsteigen. Die Softbox ist einfach zu kontrollieren und  sorgt für einen viereckigen Augenreflex.

Gleichmäßige Lichtverteilung und ein Viereckiger Augenreflex

Striplight

Das Striplight zählt zu den Effektlichtern und wird meist in Kombination mit anderen Lichtern verwendet. Wie in diesem Beispiel sorgt das Striplight für ein schönes Streiflicht von der Seite.

Streiflicht von der Seite ohne eingeschaltetes Hauptlich

Ringlicht

Das Ringlicht ist eigentlich kein richtiger Lichtformer, da es aufgrund seiner Form entweder mit dem Blitz oder der Lampe fest verbaut ist. Dafür gibt es kaum Schatten im Gesicht des Models, bzw. einen richtig coolen Augereflex, den kein anderer Lichtformer hinbekommt.

Das wars für heute, cool das ihr wieder dabei wart. Viel Spaß beim ausprobieren und beim fotografieren im Studio.

Morgen geht es darum, wie ihr Lichtsetups anderer Fotografen erkennen könnt und ein paar coole Tipps zu Hintergründen.

 

Matthias Butz

Mein Name ist Matthias Butz und ich bin Fotograf und Digital Artist im Raum Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg. Ok, eigentlich bin ich gar kein Fotograf, zumindest kein gelernter. Ich komme aus der IT, wo ich viele Jahre tätig war. Die Fotografie war jedoch schon immer mein Hobby, meine Leidenschaft und so kam es, dass ich eines Tages das Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich bin der Meinung, dass man diese Leidenschaft durch nichts ersetzen kann. Ich liebe, was ich mache und habe Spaß dabei! Wenn man Spaß an etwas hat, ist man deutlich motivierter und kniet sich mehr rein als andere, um Schritt für Schritt besser zu werden. Ich möchte weg von engstirnigen Denken und probiere immer wieder neue Sachen aus um meinen Horizont zu erweitern. Das ist auch der Grund, warum ich die Dinge deutlich lockerer sehe als andere. Ich lasse mich auf mein Team und die Personen mit denen ich Arbeite ein um bessere Ergebnisse zu bekommen.

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