Lerne jetzt alles zur Fotografie und Bildbearbeitung mit unseren Videokursen!
Videokurse

PSD Datei herunterladen

Hallo zusammen und willkommen zu einem weiteren Tutorial,

Heute habe ich mir etwas richtig cooles zum Thema Photoshop herausgesucht. Vielleicht kennt ihr das Problem: Ihr habt ein Bild gemacht, bei dem es zu 100% darauf ankommt, dass es einen korrekten Weißabgleich und eine perfekte Lichtfarbe hat.

Jetzt gibt es zwar die Möglichkeit der Graukarte (LINK), doch man hat hierzu nicht immer die Möglichkeit bzw. hat es vielleicht einfach vergessen…

Deshalb habe ich heute für dich ein Tutorial mit dem du in Photoshop den perfekten Weißabgleich eines Fotos findest. In meinem Beispiel geht es um dieses Bild:

Automatischer Weißabgleich

automatischer-weissabgleich-photoshop-weissabgleich-tutorial-fotografieren-lernen
Automatischer Weißabgleich in Camera RAW

Der automatische Weißabgleich ist eine tolle Möglichkeit um die richtige Richtung für das Bild zu finden, wenn man komplett daneben liegt. Ist für meinen Geschmack, aber oft um ein paar 100° zu war oder zu kalt. Wir wollen es ja noch besser. Denn das Bild hier ist noch nicht perfekt.

Methode I: Gradationskurve

Die Gradationskurve bietet sehr viele Möglichkeiten und wahrscheinlich mehr als du denkst. Zum Beispiel kann man so den Weißabgleich eines Fotos verändern. Hierzu wählt man mit den beiden Pipetten Schwarz und Weißpunkt in einem Bild.

Schwarzpunkt wählen

schwarzpunkt-gradationskurve-photoshop-weissabgleich-tutorial-fotografieren-lernen

Wir beginnen mit dem Schwarzpunkt und nehmen hierzu die obere der drei Pipetten und klicken anschließend auf den dunkelsten Punkt im Bild. Dieser sollte so schwarz wie möglich sein.

Weißpunkt wählen

Der Weißpunkt in einem Bild funktioniert genauso einfach die der Schwarzpunkt. Wir brauchen nur die passende Pipette und klicken anschließend auf den hellsten Punkt in einem Bild.

Jetzt ist der Nachteil daran, dass Photoshop ebenfalls die Belichtung des Bildes angepasst hat und nicht nur den Weißabgleich. Deshalb stellen wir die Füllmethode unserer Einstellungsebene noch auf Farbe und der Weißabgleich ist schon annähernd perfekt.

methode-1-gradationskurve-photoshop-weissabgleich-tutorial-fotografieren-lernen
Ergebnis von Methode I

Methode II: Gradationskurve

Der Nachteil der ersten Methode ist, dass gerade in meinem Bild der helle Bereich in einem komplett anderen Licht liegt als der Rest. Wir vermischen bei dieser Messung zwei unterschiedliche Lichtfarben und das kann zu einem falschen Ergebnis führen. Deshalb habe ich jetzt noch eine weitere Methode.

Diese ist etwas aufwendiger und erfordert etwas Vorbereitung. Zuerst duplizieren wir die Ebene unseres eigentliches Bildes und stellen die Füllmethode auf Differenz. Das sieht im ersten Moment etwas eigenartig aus, doch keine Sorge das kommt im nächsten Schritt.

differenz-füllmethode-photoshop-weissabgleich-tutorial-fotografieren-lernen

Als Nächstes brauchen wir jetzt die Einstellungsebene Schwellenwert. Diese sorgt jetzt dafür, dass in unserem Foto alles graue Schwarz dargestellt wird. Je weiter wir den Regler nach links ziehen umso weniger wird in unserem Bild schwarz. Das macht es einfacher einen wirklich grauen Punkt zu finden, den wir als Referenz für den Weißabgleich verwenden.

schwellenwert-einstellungsebene-photoshop-weissabgleich-tutorial-fotografieren-lernen

Also: einen der schwarzen Punkte merken, die Ebene ausblenden und dann mit der Mittelpunkt-Pipette den zuvor gemerkten Punkt auswählen. Den Rest erledigt jetzt die Gradationskurve.

mittelpunkt-gradationskurve-photoshop-weissabgleich-tutorial-fotografieren-lernen

Auch hier kann es sein, dass Photoshop die Helligkeit des Bildes verändert, also stellen wir die Füllmethode noch auf Farbe und fertig:)

methode-2-gradationskurve-photoshop-weissabgleich-tutorial-fotografieren-lernen
Ergebnis von Methode II

Das war’s für heute mit dem Photoshop Montag. Cool, dass du wieder mit dabei warst.

Wann du jetzt alles zu Photoshop lernen möchtest, dann solltest du unbedingt auf videokurs.eu vorbeischauen. Hier findest du meinen Photoshop Videokurs mit über 13h Laufzeit und vielen praktischen Lektionen.

Bis zum nächsten Mal

Gruß

Matthias

Lerne jetzt alles zur Fotografie und Bildbearbeitung mit unseren Videokursen!
Videokurse

10 Kommentare

  1. Helmut Wendeler 02.12.2018 um 06:28 Uhr

    Das ist doch dummes Zeug und mit einer Graukarte überhaupt nicht zu vergleichen. Wenn man auf die hier gezeigte Art und Weise den Grauwert ermittelt und danach die Vorgehensweise wiederholt, der findet dann immer wieder andere "perfekte" Grauwerte.

  2. Eyüp Dönmez 30.11.2018 um 03:19 Uhr

    Ein klasse Video, ein Dank dafür! Auf folgendem Link ist eine sehr ähnliche Methode zur Weißabgleichsberechnung vorgestellt worden, die neben der Ermittlung des präzisen Grauwerts, zusätzlich noch den Weiß-und den Schwarzwert zur Berechnung des "exakten" Weißabgleichs heranzieht. https://youtu.be/Bx8XDgCrpDM

  3. Simon EOS 27.11.2018 um 11:40 Uhr

    Sehr informativ! Danke dir! Habe schon eine Menge von dir gelernt!

  4. Ich bin es 27.11.2018 um 06:42 Uhr

    Super Tipp ! Nun habe ich den perfekten Weißabgleich. Jetzt gehe ich in die Color Lookups und lege einen Crisp_Warm.Look darüber. Vorsicht Spass!

  5. Michael Michel 26.11.2018 um 06:58 Uhr

    Sehr, sehr geil!!! Danke Dir dafür!

  6. Martin D #dudypicture 26.11.2018 um 06:15 Uhr

    Cooler Tipp. Dankeschön!!!

  7. Dirk Seltrecht 26.11.2018 um 06:14 Uhr

    spannender Ansatz! Aber ist dieser vermeintlich richtige Grauton nicht bei "falschem" WB bei der Aufnahme nicht auch farblich anders und kein richtiges Grau....?Werde es sicherlich die Tage mal ausprobieren auch an Bildern mit stark falsch gesetzten WB bei der Aufnahme.

  8. HotzenplotzTV 26.11.2018 um 05:17 Uhr

    Geiler Tipp 👍🏻 Danke fürs Zeigen! 🙏🏻 Beste Grüße aus Hamburg ⚓️ Jens

  9. Christoph Blüsch 26.11.2018 um 04:49 Uhr

    Super Danke klasse

  10. Martin Z 26.11.2018 um 03:13 Uhr

    cooler tipp!

2 Kommentare

  1. Muvimaker 16.02.2019 um 20:40

    @Martin: Wäre es möglich, dass Du diesen Satz einmal richtig schreibst: Cool das du wieder dabei warst – und zwar so:
    Cool, dass du wieder dabei warst.
    Danke!

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.