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Hallo zusammen,

Herzlich willkommen in unserem heutigen Video-Tutorial. Heute geht es, passend zur Jahreszeit, um die Kälte und wie du deine Kamera davor schützen kannst.

Kamera kalt halten

Das mag jetzt eigenartig klingen, doch man sollte die Kamera möglichst kalt halten. Es geht nicht wirklich um die Kälte, sondern eher um den Unterschied zwischen dem Kalten und dem Warmen. Wenn wir die Temperatur unserer Kamera schnell verändern kann es sein, dass die feuchte und wärmere Luft in der Kamera zu Kondenswasser führt. Wasser und Elektronik passen einfach nicht zusammen, außerdem sieht man durch die Kamera nichts mehr 😉 Ich denke mal, jeder Brillenträger wird mich hier verstehen.

Also wenn ihr von draußen nach drinnen kommt, solltet ihr die Kamera langsam aufwärmen.

Gefrierbeutel

Plastikbeutel sind die Lösung für genau dieses Problem. Wenn wir die Kamera in einen luftdichten Plastikbeutel packen kann diese nicht beschlagen. Ihr solltet diese natürlich erst herausnehmen, wenn die Kamera wieder aufgewärmt ist.

Die zweite Funktion von einer Plastiktüte (hier vielleicht keinen Gefrierbeutel nehmen) ist der Schutz vor Regen. Ja die Kamera an sich hält einiges aus, doch bei starkem Regen kann man eine Plastiktüte zum Schutz verwenden.

Streulichtblende

Die Streulichtblende schützt nicht nur vor der seitlichen Sonneneinstrahlung, sondern auch vor Schnee und Regen. Es gibt nichts Schlimmeres auf einem Foto, als eine schmutzige oder nasse Linse. Das mag zwar ein toller Effekt sein, doch in den meisten Fällen sehen die Schlieren auf der Linse eher hässlich aus. Wie auf meinem Beispiel.

nasse linse kamera vor winter schützen

Akkus warm halten

Die Akkus sind das einzige, was an der Kamera warm gehalten werden sollte. Akkus verlieren mit fallender Temperatur ihre Leistung, weshalb du sie am besten am Körper tragen solltest. Ich habe bereits versucht mit meiner Kamera und Batteriegriff bei -15 °C zu fotografieren. Dadurch, dass ich die Kamera am Gurt getragen habe war sie komplett kalt was die Leistung der Akkus extrem verkürzt hat.

Bei normalen Temperaturen hält der Akku für etwa 8.000 Bilder – an diesem Tag war er nach einer Stunde leer

Deshalb ist es gut einen Ersatzakku dabei zu haben, den man am besten in einer Innentasche trägt.

Sonnenuntergang

Ein Tipp, auf den wohl die wenigsten kommen würden. Ich finde es eher deprimierend, dass es immer so früh dunkel ist, doch wenn wir den Sonnenaufgang fotografieren möchten, kann das von Vorteil sein. Man muss nicht um 4 Uhr aufstehen, sondern kann sich Zeit lassen. Es hat alles seine Vor- & Nachteile.

Handschuhe

Ja das komplett Offensichtliche kommt auch dran. Doch es sollten nicht einfach nur Handschuhe sein, sondern welche die sowohl warm halten, aber auch noch die Kamera bedienen können. Wenn es die falschen Handschuhe sind, ist es deutlich aufwendiger die Knöpfe an der Kamera zu drücken.

Stativ

Wenn ihr jetzt jemand seid, der häufig im kalten fotografiert, lohnt sich die Investition in ein anständiges Stativ. Am besten eines mit Stoffschutz. Dieser ist eigentlich ein Kälteschutz, denn Metall nimmt die Kälte sehr schnell auf und man kann die Stative dann kaum noch anfassen. Etwa so als würde man an der kalten Laterne lecken.

Wer etwas mehr Geld in die Hand nehmen möchte, kann sich auch ein Stativ aus Carbon kaufen. Carbon ist deutlich Kälteresistenter und nimmt die Temperatur nicht so schnell an.

Das war es für heute.

Wenn du jetzt noch mehr zum Fotografieren im Winter lernen möchtest, habe ich hier 2 Tutorials für dich verlinkt.

Natürlich kannst du auch bei meinem Videokurs Fotografie 1×1 vorbeischauen. In dem Erkläre ich dir alles, was du für ein tolles Foto brauchst und noch so viel mehr.

Bis zum nächsten Mal

Matthias

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5 Kommentare

  1. Zock 19.12.2018 um 03:28 Uhr

    Zum Bonusvorschlag möchte ich hinzufügen, ich hab den Fehler gemacht ohne Handschuhe raus zu gehen. Ich war schnell wieder drin. Konnte kaum noch die Kamera anfassen.^^ Aber bei mein Aluminium Stativ war mir das dann egal, wo ich es anfasse. Das habe ich so schnell weggeräumt, das es auch schon Wurscht war.^^ Doch ein Problem hatte ich dann doch beim Stativ. Und zwar habe ich eine 2 geteilte (verlängerte) Mittelsäule. Als sich das Stativ abkühlte, fing die Säule das wackeln an. Also zog ich sie natürlich fest. Als ich sie zuhause wieder aufwärmte, dehnte sich das Alu natürlich wieder aus. Und die Schraube war so dermaßen zugebommt (fest) das sie sich nicht mehr öffnen lies. Dazu muss man sagen, es ist ein Schraubmechanismus, der ohne Werkzeug funktioniert. Erst durch das erneute abkühlen, konnte ich den Verschluss wieder lösen.

  2. Ruhrpott art 18.12.2018 um 11:10 Uhr

    Tolles Video! Schau doch mal auf Instagram vorbei.LG # ruhrpott_art

  3. Christoph 16.12.2018 um 10:20 Uhr

    Also ich nutze eher einfache Müllbeutel zum Schutz: - Sie sind in Rollen zu 20-30 abgepackt. In der Menge gehören sie zu meinen Standard-Reise-Ausrüstung und sind billiger. - Man kann z. B. am Strand , Rucksack oder auf Booten mehr und grössere Sachen vor Sand, oder Staub oder Nässe schützen . Ich verknote sie einfach. - Objektiv können darin gewechselt werden in staubigen Umgebungen. Sie sind groß genug dafür. - Müll kann man damit tatsächlich entsprechend der Zweckbestimmung auch sammeln und bis zu nächsten Mülltonne verstauen.

  4. stm-fotografie 15.12.2018 um 05:20 Uhr

    Toller Tipp mit den Gefrierbeutel! ;) Das mit den beschlagenen Brillen ist echt nervig. ^^

  5. Ernst Fischer 15.12.2018 um 05:04 Uhr

    Am 23-24 ist wieder Sonnenwende aber ich hoffe doch das der Winter noch Einzug hält ,ich mag die Sonne im Winter egal ob morgens mittags oder abends und ich mag den Schnee und Eiskristalle und die Tiere die man sonst nur schwer zu Gesicht bekommt .Mein Tipp gegen kalte Finger ,sind Dicke Wollhandschuhe die man an den Ärmeln seiner Jacke mit den passenden Karabiner anbringen kann muss man halt bisel" Basteln dann hat man sie immer da wo sie sein sollen und kann sie schnell an und ausziehen .

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