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Hallo Zusammen,

Willkommen im zweiten Teil der Fotografie Grundlagen. Das letzte Mal hatten wir Zeit, Blende & ISO, heute kommt der Weissabgleich und der Autofokus dran.

Wer den letzten Teil verpasst hat, kann ja mal hier vorbeischauen -> Fotografie Grundlagen I

Weißabgleich

Der Weißabgleich ist für den Ausgleich unterschiedlicher Lichtfarben in deinem Foto zuständig. Wir haben ja örtliche Lichtquellen und bläuliche Lichtquellen. Das gleicht unser Gehirn vollautomatisch aus und die Kamera kann dies auch. Doch natürlich ist die Kamera nicht so schlau wie wir selbst und kann hier daneben liegen. Beispielsweise gleicht sie das Rot einer Glühbirne nicht richtig aus und unser Bild wirkt rötlich.

Das liegt an einem falschen Weißabgleich

Jetzt führt es jedoch nicht gleich zum Weltuntergang, wenn man den Wert falsch eingestellt hat. Wir können im RAW-Format fotografieren und können den Weißabgleich im Nachhinein anpassen. Ich empfehle jedoch von vornherein alles richtig zu machen. Je besser das Bild aus der Kamera kommt, umso weniger Arbeit haben wir hinterher damit. Das ist mein Ziel beim Fotografieren, weshalb ich meist mit manuellen Werten fotografiere. Die Automatik ist zwar gut, kann jedoch auch nicht alles.

Autofokus

Der Autofokus ist deutlich wichtiger als der Weißabgleich. Immerhin können wir den in der Nachbearbeitung eigentlich gar nicht retten. Egal wie sehr wir scharfzeichnen, unscharf bleibt unscharf.

Deshalb ist es hier besonders wichtig die richtige Einstellung zu finden.

AF-A oder AI Focus

Finger weg! Ich habe schon so viele Anfänger auf meine Workshops gehabt, die ständig unscharfe Bilder gemacht haben und nicht wussten warum. Das ist einer der Hauptgründe gewesen. Der automatische Autofokusmodus überlegt selbst, ob sich euer Motiv gerade bewegt oder nicht. Ich weiß nicht, wie die Technik mittlerweile ausgereift ist oder ob ich damit einfach nicht arbeiten kann, weil ich ganz andere Techniken habe, doch er liegt bei mir einfach viel zu oft daneben. Deshalb besser gleich einstellen was man fotografieren möchte.

 

AF-S oder One Shot

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Der Single-Autofokus wunderschön. Ich denke mal 99% meiner Bilder sind hiermit entstanden. Gut ich bin auch eigentlich Hochzeits- & Porträtfotograf. Da bewegt sich nicht viel.

Genau hierfür ist dieser Modus gemacht. Für unbewegte Motive. Wenn wir auf den Auslöser drücken nimmt die Kamera einmal die Schärfe und friert diese dann ein. Bedeutet: Egal wie wir oder unser Motiv sich bewegt es wird nicht noch einmal fokussiert. Das ist eine super Möglichkeit für beispielsweise folgende Technik: Fokus Recomposing

AF-C oder AI Servo

Jetzt wird es interessant, denn wir fotografieren jetzt bewegte Motive. Das C steht für Continuous, also den nachführenden Autofokus. Solange wir den Auslöser leicht gedrückt halten führt die Kamera den Fokus mit den Bewegungen unseres Motivs. Das funktioniert am besten, wenn sich das Motiv auf uns zu oder von uns weg bewegt, da es für eine gleichbleibende fließende Bewegung sorgt. So kann man sogar mit dem Serienbild durchgehend scharfe Fotos fotografieren, so wie in meinem Beispiel.

So das war’s für heute.

Wenn du jetzt noch mehr lernen möchtest, also einfach mal alle Grundlagen zur Fotografie inkl. Praktischer Anwendung, dann schau dir unbedingt meinen Videokurs Fotografie 1×1 an.

Wir sehen uns im nächsten Video

Gruß

Matthias

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3 Kommentare

  1. Ich bin es 08.01.2019 um 09:12 Uhr

    Wenn ich meine Frau fotografieren möchte, sage ich immer sie soll sich scharf stellen und als perfekten Weißabgleich zieht sie sich immer ein Kleid mit 50%igem Grau an. Seit dem habe ich immer die perfekten Kamera Einstellungen und brauche kein Photoshop mehr... Vorsicht Spaß!

  2. Fein gemacht 06.01.2019 um 02:11 Uhr

    Wichtig ist z.B. das es manchmal erforderlich macht die Hauttöne in korrekter WB zu haben aber den Sonnenuntergang dramatischer mit höherer WB. Pauschal die WB an das ganze Bild anzuwenden kann den Look verfälschen

  3. Alexander Steiner Fotografie 06.01.2019 um 01:26 Uhr

    Schön anschaulich erklärt, Daumen hoch. :)

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