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  • Fotografie

Hallo Zusammen,

heute will ich euch einmal zeigen wie eines meiner eigenen Bilder entstanden ist. es geht um ein Mehlshootig, das bedeutet ein Portrait auf dem das Model mit Farbpulver beworfen wird.

Ich kann euch versprechen, auch wenn das nicht ganz so einfach zu fotografieren ist wird es riesen Spaß machen.

Was brauche ich für ein Mehlshooting?

  • Erm… Mehl (oder Farbpulver, das ist schon eingefärbt und die Brandgefahr ist nciht so hoch www.holieurope.de)
  • Einen Aufsteckblitz (oder besser noch 3)
  • Eine Plastikplane, wie man sie auch zum streichen benutzt
  • 1-2-3 Freunde zum Farbe werfen.
  • Eine Schippe oder etwas in der Art

Die Kameraeinstellungen

Ich habe etwas gebraucht und etwas herumprobieren müssen, doch ohne Blitz funktioniert es einfach nicht so toll wie mit. Die Bewegung der vielen, kleinen, fliegenden Körner lässt sich einfach nicht so gut einfrieren. Da kann die Belichtungszeit noch so schnell sein. Deshalb habe ich mich für drei Blitze entscheiden, jedoch durften es keine Studioblitze sein. Warum? Ganz einfach. Ein Studioblitz blitzt einmal und ist dann ausgebrannt. Er benötigt erst einmal wieder seine 2-3 Sekunden um aufzuladen. Ein Aufteckblitz hat dieses Problem nicht. Zumindest dann nicht, wenn man ihn richtig einstellt. Blitzt ein Aufsteckblitz mit voll Leistung so benötigt er auch seine Zeit um wieder aufzuladen. Reduzieren wir jedoch die Leistung, können wir auch öfters hintereinander auslösen. Beispielsweise mit 1/16 der Leistung können wir direkt 16 mal hintereinander auslösen. Je geringer die Leistung des Aufsteckblitzes, desto länger hält er im Serienbild durch.

Hier mein erster Testshot, um euch zu zeigen wie schnell diese Dinger sein können.

Das Setup

setup-aufbau-farbpulver-shooting-blitz-kamera
Das Setup ist relativ einfach aufgebaut. Von vorne habe ich meinen Canon Aufsteckblitz in Kombination mit eine SMDV Softbox verwendet. Wie bei Nebel ist es auch bei fliegendem Farbpulver gut, wenn es von hinten angeblitzt wird. Das holt es noch etwas heraus und hebt es auch von dem schwarzen Hintergrund ab. Also habe ich zwei weitere Aufsteckblitze schräg hinter das Model gestellt. (In etwa wie auf dem Diagramm dargestellt). Auslösen lässt sich das System auch recht einfach, wenn man die Blitze auf Fotozelle einstellt. Dann kann der erste Blitz über die Funke ausgelöst werden und die anderen beiden hinter dem Model blitzen einfach nur noch mit.

So viel zum fotografischen Setup. Denkt bitte daran irgendetwas auszulegen, um die Farbe nicht komplett im Raum zu verteilen. Ich habe vom letzten Streichen noch eine Plastikfolie über gehabt, welche perfekt geeignet war. Ausserdem solltet ihr einen Windzug und Flüssigkeit vermeiden, das erleichtert das spätere saubermachen.

Die Umsetzung

Jetzt geht der Spaß los, und auch das experimentieren. Denn eine perfekte Blitz und Kameraeinstellung gibt es hier nicht. Doch mit 1-2 Testbilder bekommt man das recht schnell raus. (es muss nur genug Farbe da sein).

Bevor ihr jetzt mit dem Wild rumwerfen anfangt, sollte das Model zuerst die Augen schließen. Später kann man in Photoshop einfach geöffnete Augen von einem anderen Bild einfügen. Das macht es zumindest für das Model angenehmer und verhindert ein zu verzerrtes Gesicht.

Also gut, Fokus nehmen, den Helfern das Signal zum Farbe werfen geben und so viel aus dem Serienbildmodus eurer Kamera raus holen, wie geht. Bei mir hat das werfen mit der Hand leider nicht zu dem Ergebnis geführt, dass ich haben wollte deshalb habe ich meinen Assistenten eine Schippe gegeben um noch mehr Farbe werfen zu können.

Ich denke ihr seht am meisten, wenn ihr euch einfach mal mein Behind the Scenes Video anschaut.

Die Bildbearbeitung

In der Bearbeitung wurde eigentlich nicht mehr viel gemacht. Das Bild hat so viel besonderes, dass man mit einem zu übertriebenen Farbstil einfach nur die Stimmung zerstört. Ich habe die Sättigung etwas angehoben und eine einfache Belichtungskorrektur durchgeführt. DAS WARS.

Bei den Augen kann man mit dem Auswahlwerkzeug das geöffnete Auge von einem passenden Bild kopieren und mit dem Transformierenwerkzeug und einer weichen Maske in das eigentliche Bild einfügen.

holi-color-fotoshooting-mehl-farbpulver-2holi-color-fotoshooting-mehl-farbpulver-1holi-color-fotoshooting-mehl-farbpulver-3Eure Meinung und eure Bilder

 

Habt ihr euch schon einmal an einem M versucht? Dann schreibt eure Erfahrungen oder verlinkt eure Bilder in den Kommentaren.

 

Ihr habt Fragen? Kein Problem! Einfach einen Kommentar da lassen und wir helfen weiter 🙂

Bis darin viel Spaß beim ausprobieren und für die Leute, die nicht die Möglichkeit haben das ganze zu fotografieren, gibt es die Tage auch noch ein Tutorial.

 

 

Matthias Butz

Mein Name ist Matthias Butz und ich bin Fotograf und Digital Artist im Raum Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg. Ok, eigentlich bin ich gar kein Fotograf, zumindest kein gelernter. Ich komme aus der IT, wo ich viele Jahre tätig war. Die Fotografie war jedoch schon immer mein Hobby, meine Leidenschaft und so kam es, dass ich eines Tages das Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich bin der Meinung, dass man diese Leidenschaft durch nichts ersetzen kann. Ich liebe, was ich mache und habe Spaß dabei! Wenn man Spaß an etwas hat, ist man deutlich motivierter und kniet sich mehr rein als andere, um Schritt für Schritt besser zu werden. Ich möchte weg von engstirnigen Denken und probiere immer wieder neue Sachen aus um meinen Horizont zu erweitern. Das ist auch der Grund, warum ich die Dinge deutlich lockerer sehe als andere. Ich lasse mich auf mein Team und die Personen mit denen ich Arbeite ein um bessere Ergebnisse zu bekommen.

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