Kamera reinigen

Avatar Matthias Butz | 9.04.2018 1k Aufrufe


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Hallo Zusammen,

Willkommen zu einem weiteren Tutorial von Fotografieren Lernen. Heute geht es um die Reinigung deiner Kamera.

Es ist vollkommen normal, dass irgendwann Dreck in die Kamera kommt. Das kann immer wieder passieren je nachdem wie man die Kamera verwendet.

Ob auf dem Objektiv oder in der Kamera - Staub & Schmutz findet man immer wieder, meistens sieht man ihn auf Anhieb gar nicht und er ist gar nicht schlimm. Flecken auf dem Bildsensor werden in den meisten Bildern gar nicht wahrgenommen. Es hängt stark davon ab was man fotografiert. Spätestens wenn man mal schwarze Flecken im Himmel oder in gleichmäßigen Strukturen erkennen kann, sollte man über eine Kamerareinigung nachdenken.

Die Reinigung von aussen

Die offizielle Aussage hier lautet: nimm ein Mikrofasertuch. Das sorgt dafür dass der Staub nicht verschmiert und man keine Kratzer auf dem Objektiv verursacht.
Jetzt weiß ich auch, dass es hektische Momente in der Fotografie geben kann und ich selbst auch nicht immer ein Mikrofasertuch dabei habe. Deshalb ist es bei mir auch oft genug der Ärmel oder das T-Shirt. Nicht ganz so 100% und man sollte darauf achten es richtig zu machen, doch geht das nicht immer.

Das Thema Blasebalg finde ich jetzt nicht so toll und bin der Meinung, dass es mehr kaputt mach als ganz. Spätestens wenn es um die Reinigung in der Kamera geht bläst man sich den Staub mit einem Blasebalg einmal quer durch den Spiegelkasten und bekommt das fast nicht mehr raus.

Also von aussen Leiber ein Mikrofasertuch und gut ist.

Vom Profi reinigen lassen

Bevor du jetzt damit beginnst, deine Kamera selbst zu reinigen, überlege ob du dir das zutraust. Du arbeitest in diesem Moment an der empfindlichsten Stelle der Kamera. Solltest du sie dabei kaputtmachen übernimmt hierfür niemand eine Garantie. Wenn du dir also unsicher bist und die Möglichkeit dazu hast, lass die Kamera in einem Fotogeschäft oder vom Hersteller reinigen.

Bist du auf der sicheren Seite und der Hersteller bzw. das Fotogeschäft übernimmt sogar die Garantie für einen Defekt.

Den Bildsensor selbst reinigen

Jetzt gibt es Momente wie zum Beispiel im Urlaub da möchte ich Kamera nicht in einem Fotogeschäft reinigen oder hat die Möglichkeit dazu gar nicht. Auch in Momenten wie beispielsweise auf einer Hochzeit kann ich die Kamera nicht noch zum Service bringen. In diesem Moment muss sie einfach sauber sein und funktionieren. Deshalb zeige ich dir jetzt eine Methode wie du deinen Bildsensor selbst reinigen kannst.

Der Test

Bevor wir jetzt mit der Reinigung unserer Kamera beginnen, müssen wir erst einmal prüfen, welcher Dreck auf dem Sensor ist. Hierzu gibt es eine spezielle Technik.

Wir müssen mit einer geschlossenen Blende eine relativ gleichmäßige Oberfläche fotografieren um die Sensorflecken sichtbar zu machen. Ich habe hierfür ein weißes Blatt Papier genommen. Und das Ergebnis seht ihr hier:

Tipp: Wer die Sensorflecken auf Anhiebt nicht findet, kann in einem Bildbearbeitungsprogramm auch den Kontrast erhöhen. Dann werden sie auf jeden Fall sichtbar.
In meinem Fall haben wir rechts unten jede menge Flecken im Bild welche wir durch eine Reinigung weg bekommen.
fotografieren-lernen-kamera-reinigen-sensortest-online-tutorial-0012

Die Reinigung

Die Reinigung verwende ich die Wischer von Visible Dust. Das sind kleine Wischer, die man ganz einfach in die Kameratasche packen kann.

Ihr findet diese hier -> https://amzn.to/2Gh9tRr (Achtung: Auf die Sensorgröße achten)

Bevor du jetzt mit der Reinigung anfängst solltest du einen Raum aufsuchen, der möglichst Staubfrei ist. Du brauchst jetzt nicht gerade ein Sauerstoffzelt doch solltest du auch nicht gerade auf dem Boden eines dreckigen Hinterhofs deine Equipment ausbreiten. Suche dir einen normalen sauberen Ort. Die ganz extremen können im Badezimmer heißes Wasser laufen lassen und anschließend die Reinigung dort durchführen. Der Dampf drückt den Staub nämlich nach unten und somit ist man Staubfrei. (Tipp von Peter McKinnon)

Jetzt hast du die Wahl zwischen zwei Reinigungsflüssigkeiten. Eine Flüssigkeit für ölige Verschmutzungen und eine für Staub und andere organische Verunreinigungen.

Ich denke in den meisten Fällen sollte die Reinigungsflüssigkeit für das organische Material ausreichen.

Jetzt gehen wir her und klappen bei der Kamera den Spiegel nach oben. Das sollte im Menü unter dem Punkt Sensorreinigung zu finden sein. Die meisten Kameras haben hier einen besonderen Schutz. Dieser Verhindert, dass der Spiegel ohne aufgeschraubtes Objektiv nach oben geklappt werden kann. Mit dem entsprechenden Menüpunkt kann man dies umgehen. (meist als „Manuelle Reinigung“ bezeichnet)

Jetzt geben wir die Reinigungsflüssigkeit auf den Wischer. Das geht am besten, wenn man die Ecken des Wischers einfach in die Flasche drückt. Das verteilen funktioniert dann automatisch. (Achtung nicht zu viel) Mit dem Wischer fahren wir jetzt einmal von Links nach Rechts und warten dann ein paar Sekunden bis die Reinigungsflüssigkeit verdunstet ist.

Anschließend können wir den Test noch einmal durchführen und werden festellen, dass zumindest die schlimmsten Flecken weg sind.

Fazit

Es funktioniert Super die Kamera mit den Wischern selbst zu reinigen, jedoch finde ich das dies eher was für unterwegs ist. Man hat eben nicht immer Zugriff auf einen Service oder einen Händler der die Kamera reinigen kann und deshalb wird dieses Notfallset immer in meiner Kameratasche sein. Doch sollte ich die Möglichkeit haben zum Service zu gehen ist das definitiv die sichere Variante.

Was haltet ihr von dieser Art der Kamerareinigung? Habt ihr es selbst schon einmal gemacht? Wie waren eure Erfahrungen?

Schreibt es in die Kommentare und bis zum nächsten Mal

Gruß

Matthias

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