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CR2 bezeichnet das Canon RAW Dateiformat

 

Was ist RAW?

RAW ist ein Dateiformat, das die rohen Bilddaten speichert, so, wie sie der Kamerasensor liefert. Diese Rohdaten müssen erst zum fertigen Bild in den Dateiformaten TIFF oder JPEG entwickelt werden. Das kann man der Kamerasoftware überlassen (dann speichert die Kamera das Bild direkt als JPG) oder man kann diesen “Entwicklungsprozess” mit geeigneten RAW-Konvertern selbst steuern.

Der RAW Prozess in der Kamera

Der Kamerasensor Ihrer Digitalkamera ist eigentlich farbenblind. Erst, indem auf jeden einzelnen Sensorpunkt ein kleiner Farbfilter gesetzt wird, lernt er Rot, Grün und Blau zu unterscheiden. Aber wie verteilt man drei Sorten von Farbfiltern (Rote, Grüne und Blaue) möglichst gleichmäßig auf ein Schachbrettmuster? Herr Bryce E. Bayer von der Eastman Kodak Company fand 1975 die Lösung: Das Bayer-Muster. Auf einem Quadrat mit vier Bildpunkten haben zwei einen grünen Filter, einer einen Roten und einer einen Blauen. Gleichmäßiger geht es leider nicht. Herr Bayer musste sich entscheiden, welcher der drei RGB-Farben er zwei Plätze im Quadrat zubilligt. Er hat sich für Grün entschieden, weil diese Farbe in der Mitte des Tageslichtspektrums liegt und deshalb die besten Kontraste für den Bildaufbau liefert.

Das RAW-Bild besteht also aus einer Rot- und einer Blau-Information mit jeweils nur einem Viertel der Sensorauflösung – und – aus einer Grün-Information mit der halben Sensorauflösung. Wenn nun die Kamerasoftware aus dieser RAW- Sensorinformation ein TIFF- oder JPEG-Format rechnet, entsteht zunächst aus der Helligkeitsinformation aller Bildpunkte ein Schwarz/Weiß-Bild mit der vollen Sensorauflösung. Darüber wird die niedriger auflösende Farbinformation gerechnet. Diesen Prozess nennen wir “Entwickeln” oder “Konvertieren”. Wie schwierig die Verschmelzung eines scharfen Schwarz/Weiß-Bildes mit einem unscharfen Farbbild ist, kann man sich gut vorstellen, wenn man sich an die Farbsäume früher Digitalbilder erinnern. Kamerasoftware der neuesten Generation und RAW-Konverter wie Capture One Pro, Aperture und der in Photoshop bzw. Lightroom Integrierte, lassen nichts mehr von dieser Problematik ahnen. Diese Programme können auch die Information über den Weißabgleich aus den RAW-Daten vieler Kamerahersteller auslesen. Danach wird die Farbbalance gerechnet, je nachdem, ob das Bild bei Tageslicht oder bei anderer Beleuchtung belichtet wurde.

Matthias Butz

Mein Name ist Matthias Butz und ich bin Fotograf und Digital Artist im Raum Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg. Ok, eigentlich bin ich gar kein Fotograf, zumindest kein gelernter. Ich komme aus der IT, wo ich viele Jahre tätig war. Die Fotografie war jedoch schon immer mein Hobby, meine Leidenschaft und so kam es, dass ich eines Tages das Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich bin der Meinung, dass man diese Leidenschaft durch nichts ersetzen kann. Ich liebe, was ich mache und habe Spaß dabei! Wenn man Spaß an etwas hat, ist man deutlich motivierter und kniet sich mehr rein als andere, um Schritt für Schritt besser zu werden. Ich möchte weg von engstirnigen Denken und probiere immer wieder neue Sachen aus um meinen Horizont zu erweitern. Das ist auch der Grund, warum ich die Dinge deutlich lockerer sehe als andere. Ich lasse mich auf mein Team und die Personen mit denen ich Arbeite ein um bessere Ergebnisse zu bekommen.

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