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Landschaftsfotografie I

Filter

Filter sind ein extrem wichtiger Bestandteil der Landschaftsfotografie und finden hier auch die häufigste Anwendung. Wir haben zwei sehr verbreitete Filter zur Auswahl; es gibt noch mehr diese beiden sind jedoch die Wichtigsten.

Graufilter

Die Aufgabe des Graufilters, oder auch ND Filter, ist recht simpel. Das Bild dunkler machen. Bei vielen Bilder braucht man zwar mehr Licht, doch gerade in der Langzeitbelichtung ist man oft Dankbar, wenn man etwas länger belichten kann.

Graufilters kommen in unterschiedlichen Stufen, sowohl bei der Stärke, als auch bei der Qualität.

Stärke

Die Stärke ist in ND Werten angeben und erstreckt von ND 2, was eine sehr geringe Abdunkelung bedeutet, bis hin in den vierstelligen Bereich mit dem man auch in der knalligen Sonne mehrere Sekunden belichten kann.

Qualität

Hier habe ich schon viel erlebt. Ich rate dringen von „ultimativen“ Filtersets für 3,99 ab. Das sorgt am Ende nur für Enttäuschungen. Hier lieber etwas mehr Geld investieren und Graufilters von Wallimex, #jaworski oder B+W kaufen.

Billige Filter führen sonst meist zu extremen Farbverschiebungen oder einer ungleichmäßigen Helligkeitsverteilung.

Polfilter

Der Polfilter ist mein absoluter Lieblingsfilter und er ist, zumindest beim Filmen, immer in Verwendung. Er hat die Funktion polarisiertes Licht herauszufiltern und sorgt so für mehr Dynamik im Bild, eine viel natürlichere Farbwirkung und kann die Spiegelung aus Oberfläche und Wasser herausfiltern. Die Stärke lässt sich hier durch drehen verändern. Bei der Qualität gelten die gleichen Regeln wie beim Graufilter.

Videotutorial Graufilter

Videotutorial Polfilter

Drittelregelung

Hier brauche ich gar nicht so viel zuschreiben. Es gibt zu diesem Thema nämlich schon zwei Videos. Sowohl die Drittelregel, als auch Linien sind in diesen Tutorials nochmal ausführlich erklärt.

Dirttelregel

Auf dem Stativ fotografieren

Nicht nur bei der Langzeitbelichtung, sondern auch bei Landschaftsfotografie mit normalen Belichtungszeiten empfiehlt sich ein Stativ. Es bringt Ruhe in die Fotografie, denn die Landschaftsfotografie ist sehr langsam.

So könnt ihr in Ruhe eure Kamera auf das Stativ setzen und entspannt die Aussicht genießen und fotografieren. Ihr habt mehr Zeit über euer Bild nachzudenken, anstatt einfach nur vorbei zu laufen.

Abends fotografieren

Wir sind noch nicht am Ende. Ich habe noch mehr ?

Jetzt geht es um die Uhrzeit. Fotografiert nicht in der knalligen Mittagssonne. Die steilen Schatten die hierbei entstehen sehen meist uninteressant aus. Der Himmel ist nur Blau(oder überbelichtet) und das Bild ist langweilig.

Ich empfehle Landschaften bei untergehender oder auch aufgehender Sonne zu fotografieren. Das wirkt noch einmal komplett anders und die Bilder sehen viel interessanter aus.

landschaftsfotografie-bei-sonnenuntergang-tutorial-fotografieren-lernen

Langzeitbelichtung

Eine Langzeitbelichtung gibt auch nochmal den Kick für eure Bilder. Gerade wenn Bewegung im Bild ist, beispielsweise Wasser, sieht es länger belichtet deutlich besser aus und die Bewegung ist fließender.

Stellt die Kamera auf das Stativ wählt eine lange Belichtungszeit. Das Stativ verwenden wir ja bereits also muss nur noch die Belichtungszeit verändert werden.

langzeitbelichtung-tutorial-landschaft-meer-sonnenuntergang-1

Kein Autofokus

In der Landschaftsfotografie gibt es Situation in denen der Autofokus einfach stört. Es kann passieren, dass der Fokus plötzlich auf dem Hintergrund liegt, da die Kamaera bei jeder Auslösung neu scharf stellen möchte. Wenn wir jetzt auch noch Nachts fotografieren ist der Autofokus aufgrund der Helligkeit sowieso stark eingeschränkt.
Doch die Landschaft bewegt sich nicht und die Kamera auf dem Stativ auch nicht. Dann könnten wir den Autofokus auch abschalten und einfach manuell Fokussieren. Wenn wir einmal unsere Schärfe gefunden haben verändert sich diese nicht mehr und wir können uns nur auf das Fotografieren konzentrieren

Zeitauslöser

Der Zeitauslöser verhindert das Verwackeln. Moment fotografieren wir nicht auf einem Stativ? Richtig! Doch jede Berührung der Kamera sorgt für Vibrationen und für Wackeln. Mit dem Zeitauslöser hat die Kamera noch Zeit sich zu stabilisieren, bevor das Bild gemacht wird. Meinen habe ich immer auf 2 Sekunden eingestellt, dann ist die Kamera wieder ruhig, aber es dauert nicht so lange bis sie wirklich auslöst.

Spiegelvorveriegelung

Das ist eher etwas für die Enthusiasten. Gerade bei extrem langen Belichtungszeiten kann es passieren das die Bewegung des Spiegels für ein Verwackeln sorgt. Es ist eben auch eine Bewegung die in der Kamera stattfindet und der sich nach oben Bewegende Spiegel sorgt dann für die Erschütterung.

Deshalb lässt sich hier eine Spiegelvorveriegelung einstellen. (Natürlich nur wenn die Kamera auch einen Spiegel hat 😉 )
Dann sieht der Prozess folgendermaßen aus: Spiegel klappt nach oben -> Kamera wartet auf den Zeitauslöser -> Auslösung

HDR

Zur HDR Fotografie habe ich ein extra Tutorial gemacht, da das Thema recht umfangreich ist. Dieses findet ihr hier -> HOW TO HDR

So das wars für heute. Wenn ihr noch weitere Tipps zur Landschaftsfotografie habt könnt ihr diese natürlich in die Kommentare schreiben.

Bis zum nächsten Mal

Gruß

Matthias

Beitragstags

3 Kommentare zu "Landschaftsfotografie I"

  1. Warum zeigst du nur dich anstatt Bildbeispiele? Kennst du den Spruch nicht? "Ein (gutes) Bild sagt mehr als tausend (schnell dahingesprochene)  Worte!"

  2. Was für eine Kamera benutz für die Landschaftsfotografie ?

    • +Bilominati TV das kommt darauf welche ich gerade dabei habe. Typischerweise aber die 5D Mark II von Canon
    • Vielen dank und außerdem echt klasse video. Kurz und knapp :) Hätte da noch eine frage . Wollte mal auch die eos 5D mark ii b.z.w iii kaufen, aber die ist extrem teuer. Meine frage lohnt sich eine eos 5D mark ii gebraucht für z.b 700 euro ?
    • +Bilominati TV keine Ahnung... Die 5d mark2 ist eine richtig gute Kamera. Wenn sie für 700€ noch an einem stück ist, dann schlag zu. Würde es mir eben genau anschauen ;)
    • Alles klar danke
    • Das ist doch wohl nicht dein ernst?? Wenn jemand eine 5D Mark II (oder III) für 750€ verkauft, dann ist sie in der Regel schrott - auch wenn sie noch "an einem Stück ist". Professionelle Fotografen, die diese Kameras tagtäglich im Gebrauch haben, machen damit innerhalb von 2-3 Jahren 150.000 Aufnahmen (oder auch mehr). Mit dieser hohen Anzahl an Auslösungen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die mechanischen Bauteile der Kamera von heute auf morgen ihren Geist aufgeben. Da nützt und ändert auch das "genaue Ansehen" einer gebrauchten Kamera nichts! Die Kosten für den Austausch dieser Bauteile liegt bei einigen hundert Euro. Abgesehen davon, werden auch andere Baugruppen- und Bedienteile nach so einem intensiven Gebrauch abgenutzt und müssen sehr wahrscheinlich zeitnah und kostenintensiv erneuert werden - wenn man die Kamera vernünftig nutzen will. Für eine brauchbare 5D Mark II mit einer Leistung von ca. 50.000 bis knapp unter 100.000 Aufnahmen muss man noch 1300€ und mehr hinlegen. Und selbst bei diesen Kameras wird die Garantiezeit mit Sicherheit abgelaufen sein. Wenn man sich hier schon als "Fotograf" und "Trainer" betitelt, sollte man auch wissen wovon man redet. Bei so einer unqualifizierten Antwort sträuben sich mir die Nackenhaare. Wenn das deine Art und Weise ist anderen Personen das Fotografieren beizubringen, dann gute Nacht! Ich hoffe nur, dass der Fragesteller sich noch anderweitig bei jemanden informiert hat, der Ahnung von der Materie hat...
  3. Die Spiegelvorauslösung macht sich komischerweise erst bei wirklich kurzen Belichtungszeiten bemerkbar. Der Spiegelschlag findet im Hunderstelbereich statt, weshalb dieser Spiegelschlag auch erst ab dem Hunderstelbereich Sinn macht. Grüße

    • +Merten Riesner ok hilft bei Langzeitbelichtung also gar nicht...? Danke für die Info ;)
    • Nein, so schaut es aus. Grüße
    • Die Antwort ist nicht ganz korrekt, denn der Spiegelschlag lässt die Kamera vibrieren. Das hat mit der Länge des Spiegelschlags nicht so viel zu tun... Gerade bei sehr langen Brennweiten sollte er sich bemerkbar machen und zwar bei mittleren Bel.-Zeiten. In einem Test waren die Aufnahmen ohne Spiegelvorauslösung scharf ab 1/200s und kürzer und dann ab ca. 2 Sekunden und länger. Hier der Link: http://fotovideotec.de/spiegelschlag/ Ansonsten gefallen mir Eure Videos sehr gut. Ich wünsche Euch viel Erfolg und abonniere gleich mal ;-)
    • +Roland Reiske vielen Dank für die Antwort und dein Abo :)

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