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Reise – Fototipps II

Hallo Zusammen,

es geht heute weiter mit der Tippserie zum Fotografieren auf Reisen. Wen du den ersten Teil verpasst hast kannst du ihn dir hier noch einmal anschauen -> Fotografieren auf Reisen I

Jetzt geht es aber erst einmal los mit 10 Tipps zum Fotografieren auf Reisen.

Ausrüstung

Ich sehe das immer wieder wenn ich auf Reisen bin. Es laufen einige Touristen mit Kameras die Keine-Ahnung-wie-viele hundert oder tausend Euro kosten quasi überall. Die Kamera ist im Restaurant mit dabei, in Reisebus also eigentlich immer.

Mein Tipp: Wenn du fotografieren möchtest nimm deine Kamera mit und wenn man Abends gemütlich was essen möchte oder an den Strand geht dann lässt man die Kamera zu Hause und nimmt stattdessen einfach das Handy. Denn auch das Smartphone ist eine tolle Kamera die für Erinnerungsfotos vollkommen ausreichend ist.

Du solltest dir bevor du losgehst Gedanken darüber machen, wofür diese Bilder später verwendet werden. Sollen es reine Erinnerungen sein? Dann würde ich eher zum Smartphone oder einer kompakten Kamera raten. Willst du ein tolles Landschaftsfoto machen, dass später auf Leinwand groß in der Wohnung hängt? Dann nimm ruhig die große Kamera, doch dann sollte die Aufnahme auch geplant sein. So ein Bild macht man selten wenn man gerade durch irgend eine Stadt läuft.

Was mache ich mit dem Bild?

Ich hab ja schon gesagt, dass es wichtig ist zu überlegen, was mit dem Bild später passiert. Doch das gilt auch für das spätere Format. Viele fotografieren um das Bild später auf Instagram zu posten. Genau hier muss man darauf achten, dass das Foto dem Anzeigeformat der Plattform entspricht. Instagram funktioniert zwar auch mit Querformataufnahmen, ist jedoch dadurch, dass es sich um eine überwiegend mobile Plattform handelt eigentlich auf 1×1 oder Hochformat ausgelegt.

Um deine Bilder richtig zur Geltung zu bringen, solltest du dies im Hinterkopf behalten wenn du deine Bilder fotografierst um nicht die hälfte den tollen Panoramas abschneiden zu müssen.

Ich gehe beispielsweise her und fotografiere viele meiner Bilder so, dass man diese später auch problemlos in einem Tutorial verwenden kann. Normalerweise hat ein Foto ja 2:3 oder 4:3 und ein Video 16:9. Das Video ist also viel breiter als das Foto. Wenn man das beim Fotografieren im Hinterkopf behält, kann man es einplanen das später oben und unten vielleicht ein Stück angeschnitten wird.

Früh aufstehen

Früh aufstehen? und das auch noch im Urlaub? klingt ja nicht gerade prickelnd… Doch ich verspreche dir es wird sich für dich lohnen. Das frühe aufstehen hat ein paar tolle Vorteile:

  • Keine Touristen
  • Leere Orte(wenn man das möchte)
  • Sonnenaufgang statt Sonnenuntergang (tolle Lichtstimmung aus Osten)

Versuche es einfach einmal und du wirst sehen welche genial Ergebnisse man bei Sonnenaufgang fotografieren kann.

Größe zeigen

Gerade wenn man etwas fotografiert, dass sehr groß ist fällt es oft genug schwer zu erkennen wie groß etwas überhaupt ist. Deswegen ist mein Tipp in der Urlaubsfotografie, baue Elemente in dein Bild ein, die zeigen wie groß dein Motiv wirklich ist. Das kann alles möglich sein: Von einem Auto, einer Person bis hin zu einem Haus, Baum oder eine Straße.

Hier ein Beispiel. Einmal nur der Berg und einmal der Berg mit Straße. Wirkt gleich viel größer oder 😉 ?

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Festbrennweite

Der nächste Tipp ist vielleicht eher Geschmacksache, doch ich bin der Meinung, dass man damit deutlich besser fährt. Ja es gibt Reisezoom-Objektive die einen Brennweitenbereich von 18-300 abdecken und man kann sich wirklich alles damit zurecht „Zoomen“ Doch viel besser ist es, eine Festbrennweite oder ein hochwertigeres Zoomobjektiv mit geringerem Zoom zu verwenden. Die Bildqualität ist um längen besser. Ja man kann sich nicht alles zurecht „Zoomen“ doch so kommt man auch zum umdenken und macht allein schon wegen dem Bewegen und dem umdenken in der Situation bessere Bilder.

All diese Bilder sind nur mit einer Festbrennweite entstanden – Dem 35mm 1.4 von Sigma

Die Uhrzeit

Es mag jetzt etwas langweilig klingen doch dieser Tipp ist unglaublich wichtig. Gerade wenn man mit mehreren Kameras fotografiert (hier reicht auch schon DSLR & Handy) kann es extrem verwirrend sein, wenn man die Bilder später chronologisch Ordnen möchte. Also stelle sicher, dass deine Kamera sowohl die richtige Uhrzeit, als auch die richtige Zeitzone eingestellt hat.

Speicherkarten nicht löschen

Das ist ein genialer Tipp, der mich schon oft gerettet hat. Ich meine damit nicht, dass ihr Speicherkarten nie löschen solltet, immerhin wollen wir auch mal wieder fotografieren. Ich meine das man die Bilder auf der Speicherkarte erst löschen sollte, wenn man die Karte wieder verwendet. Wir haben in Schottland auf der Produktion 4 Verschiedene Kameras im Einsatz gehabt und vielleicht vergisst man mal eine Karte zu importieren. Wenn man die Bilder direkt löscht sind diese Weg. Doch wenn man diese auf der Karte lässt, bis man sie wieder braucht hat man vielleicht noch Glück 😉

Burst Mode

Der Burst Mode ist eine Super Möglichkeit nichts zu verpassen. Ich verwende ihn fast immer und mache immer 2-3 Bilder im Serienmodus anstatt nur eines zu Fotografieren. Man ist so viel variabler und kann sich später die Bilder noch einmal genau raussuchen.

Pol-Filter

Gerade wenn man Landschaften fotografiert, doch eigentlich in vielen Situationen empfehle ich immer wieder einen Pol-Filter zu verwenden. Der Pol-Filter Filtert polarisiertes Licht und entfernt so Spiegelungen auf Beispielsweise Wasseroberflächen und ermöglicht solche Bilder:

pol-filter-tipps und Tricks - Fotografieren auf Reisen Tutorial II

Kamer Reinigen

Ou ja gerade beim fotografieren in Schottland hatten wir damit so unsere Probleme. Dadurch das es fast durchgehend geregnet hat, hatte ich ständig Wassertropfen auf der Linse. Doch nicht nur wenn es regnet, sondern eigentlich immer sollte man darauf achten das objektiv und die Kamera möglichst sauber zu halten. Das vermeidet Bilder wie diese…

wasser-auf-der-kamera-linse-tropfen-pol-filter-tipps und Tricks - Fotografieren auf Reisen Tutorial II

Bei Regen fotografieren

Nur weil es Regnet sollte man nicht zu Hause bleiben. Denn aus meiner Sicht gibt es nichts langweiligeres als einen blauen Himmel. Deshalb ist mein letzter Tipps, dass du auch dann nach draußen gehst und fotograiferst, wenn nicht gerade die Sonne schient. Das sorgt für ein komplett anderes Licht und für komplett andere Bilder.

Probier es doch einfach mal aus und wenn du mehr zum fotografieren auf Reisen wissen möchtest, dann schau dir unseres Kurs an und Lerne und mache bessere Bilder auf deinem nächsten Abenteuer. -> Zum Kurs

Gruß

Matthias

Beitragstags

7 Kommentare zu "Reise – Fototipps II"

  1. Für Landschafte braucht Mann keine teuere Kamera

    • Definitiv nicht...
  2. Ein Polfilter filtert nicht nach Wellenlänge. Ich nutze keine Polfilter für Landschaftsfotografie, weil ich 95% der Bilder mit 18 mm mache und da funktioniert er nicht.

    • Natürlich funktioniert er 🙄
  3. Mein Tip ist, die Nacht durchfeiern und zum Sonnenaufgang fotografieren gehen. Ein Muss für den Besuch des Fischmarktes am Sonntag in Hamburg. Nüchtern geht gar nicht.

    • Wozu braucht ein normaler Mensch in der Stadt einen Riesen SUV bei trockener Asphaltstraße? Genauso ist es eben auch mit der Kameratechnik von heute, groß, protzig und teuer muß es sein! Potenzfähig ?

      • Die meisten Tipps sind recht brauchbar, und helfen durchaus weiter. Der Tipp mit den Festbrennweiten, obwohl derzeit sehr dogmatisch gehypet, ist allerdings zu kurz gegriffen. Da unterschiedliche Brennweiten automatisch auch unterschiedliche Sichtwinkel haben, wird die Bildaussage ganz erheblich beeinflusst. Da macht es einen grossen Unterschied, ob ich mit Weitwinkel näher ran gehe, oder mit Tele weiter weg. Selbst wenn der Bildausschnitt soweit eben möglich gleich ist, ist die Bildwirkung u. U. erheblich anders. Wenn ich das bewusst ausprobieren/lernen/einsetzen will, erspart mir ein Zoomobjektiv einen deutlichen Mehraufwand an Equipment und u. U. eben auch Gewicht, das ich sonst mitschleppen müsste. Und der Qualitätsunterschied ist bei einem guten Zoom heute nur noch marginal. Das bedeutet jetzt aber NICHT, dass man sich auch mit Zoom, mal auf eine einzige Brennweite einschränken kann, um den Blick ganz gezielt zu schulen! Ich mag nur den dogmatischen Unterton nicht so stehen lassen. Ganz übel daneben gegriffen hast Du bei der Erklärung des Polfilters! Ein Polfilter filtert NICHT verschiedene WellenLÄNGEN aus, sondern verschiedene WellenEBENEN (Konkreter: Schwingungsebenen!) aus. Ein himmelweiter Unterschied! Zur Veranschaulichung: Binde ein Seil irgendwo fest. Dann nimmst Du das andere Ende des Seiles in die Hand, und bringst das Seil in Schwingung, indem Du die Hand auf und ab bewegst. Es kommt eine wellenförmige Bewegung in das Seil, die senkrecht hoch und runter geht, aber niemals links und rechts schwingt (solange Du Deine Handbewegung nicht änderst). Ob die Wellenlänge kurz oder lang ist, spielt überhaupt keine Rolle. Jetzt stülpst Du eine schmale Kartonschachtel über das Seil. Solange die Schachtel senkrecht steht, können die senkrechten Schwingungen des Seiles die Schachtel ungehindert passieren, d. h. die Wellen schwingen auch nach der Schachtel genau so weiter, wie davor. In dem Moment, in dem die Schachtel um 90 Grad gedreht wird, werden die senkrechten Schwingungen zerstört, und das Seil bewegt sich hinter der Schachtel überhaupt nicht mehr - im übertragenen Sinne geht das Licht also nur durch den Filter, wenn Filterebene und Schwingungsebene des Lichts identisch sind. VORSICHT!!! Ich habe im Internet schon Bilder gesehen, die den Sachverhalt genau falsch rum dargestellt haben! Die Erklärung mit den satteren Farben stimmt zwar, ist aber in Zeiten von Lightroom & Co mMn. sinnlos. AAAABER! Spiegelungen können einzig und alleine mit Polfiltern reduziert werden! Das schafft keine Software der Welt - heute nicht, und auch in Zukunft nicht. Deshalb ist ein Polfilter für jede Fotoausrüstung wärmstens zu empfehlen.

        • Gefallen mir gut die Tips. Vorallem da ich gern Reise. Bezüglich den Objektiven bin ich zur Zeit unglaublich froh über mein 16-50. Das reicht in 90% für mich. Ich glaube auf meiner letzten Reise gab es nur 1 Bild, bei dem ich gern mehr zoom gehabt hätte. Da stand ich an einer Klippe und unter mir war eine tolle Lavafornation mit Grünzeug. Da wäre ich gern näher gekommen hatte aber nicht mehr mit.

          • Hi. Hast du APS-C ?
          • Herr Schulze ja. Hab ne sony alpha 6500. Das 16-50 ist das kitobjektive. Bin sehr zufrieden damit. Vor allem weil es auch nach nichts aussieht. Neben Diebstahlschutz ist es toll bei streetfoto grafie. Mit dem kleinen set ist man ziemlich unauffällig.
          • Dank dir für dir Antwort ;)
        • Deine Tipps sind sehr zu empfehlen für Anfänger, aber für Fortgeschrittene. Positv Überrascht bin ich von den Tipp Smartphone statt Big Block Kamera. Einen Tipp muss, will ich dagegen Sprechen! Den Burst (Serienbild). Zwar deine Begründung ist vollkommen Richtig, ABER bin der Meinung das die Personen dadurch sich nur ganz langsam bessere Knipser bzw. Fotografierende werden. Da der Lern Prozess somit ehe schwach ausfällt. Wenn die Person nach hinein sich ärgert, wird es deutlich unwahrscheinlicher es noch mal den gleichen Fehler zu machen.

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