Tipps für dein Foto Business – Das wichtigste zum Start

Hallo zusammen und herzlich willkommen zu einem neuen kostenlose Tutorial hier auf fotografieren-lernen.eu.

Ich habe heute etwas Neues zum Thema Foto-Business für euch. Ich bekomme immer wieder die gleichen Fragen gestellt und ich sehe immer wieder die gleichen Fehler, nicht nur in der Fotografie. Deshalb ist dieses Video entstanden, um euch zum Anfang die wichtigsten Tipps für den Start in euer Business zu geben.

Eine professionelle E-Mail Adresse

Wie oft habe ich das schon gesehen. Auf jedem Handwerker-Laster steht etwas wie „grü[email protected]“. So etwas wirkt einfach unprofessionell. Überlegt euch mal selbst:

Würdet ihr jemanden für mehrere tausend Euro engagieren, dessen E-Mail-Adresse so klingt?

Ich würde es nicht. Es hat einen komischen Beigeschmack. Deshalb nehmt euch eine Domain, so etwas kostet mittlerweile nicht mehr viel. Ich selbst bin bei Hosteurope mit deiner Webseite und allem, was ich für meinen Online-Auftritt benötige. Hier startet das kleinste Paket mit 5€ im Monat, was absolut lächerlich ist, im Vergleich dazu, was man hier an Einnahmen genieren kann.

Diese E-Mail-Adresse klingt nicht nur besser, sondern sieht auch besser aus. Wer jetzt hier noch einen darauf setzen möchte, kann sie auch noch personalisieren. Das funktioniert bei mir leider nicht so gut, denn [email protected] ist irgendwie zu viel. Doch etwas wie, [email protected] klingt schon deutlich angenehmer und man bekommt direkt das Gefühl, dass man jemanden persönlich kontaktiert und nicht an einen allgemeinen Verteiler schreibt.

Visitenkarten

visitenkarten einfach erstellen fotografie business tipps

Das ist direkt der nächste Punkt. Ich war schon auf Netzwerktreffen und habe mich mit einige genialen Menschen unterhalten. Ich habe sie jedoch vergessen. Diese Leute hatte keine Visitenkarte und jemandem die Handynummer zu diktieren ist auch irgendwie eigenartig. Egal wie, mache dir eine Visitenkarte. (Bitte nicht die E-Mail-Adresse auf ein Stück Papier schreiben und ja ich spreche aus Erfahrung) Ich habe meine Visitenkarten bei moo.com erstellen lassen und mir waren folgende dinge sehr wichtig.

  • Ein Foto, damit man mit wiederkennen kann.
  • Der Instagram-Name auf der Visitenkarte
  • Das eigene Portfolio auf der Rückseite

Das mit dem Portfolio auf der Rückseite hat deutlich besser funktioniert, als ich gedacht habe. Mittlerweile suchen sich die Leute schon ihre Lieblingsmotive aus und wenn man etwas selbst ausgesucht hat, wirft man es auch nicht so schnell weg 😉

du investierst zu viel Zeit

Das ist mein größter Fehler in der Anfangszeit gewesen. Alles musste geplant werden: Ein Logo, ein cooler Name, eine unglaublich aufwendige Webseite. Das hat zwar alles Spaß gemacht und ich habe mich darauf gefreut an der Webseite zu schrauben und mit immer wieder neue Logos und Designs für Visitenkarten einfallen zu lassen, DOCH das war alles unnötig.

schelchtes beispiel für einen Foto-Webseite business tipps fotografieren lernen

So sah meine Webseite damals aus…

Du brauchst um anzufangen nur eine Webseite. Das kann auch eine ganz einfache sein. Nur deine Bilder, was du machst, wer du bist und wie man dich erreicht… mehr braucht es nicht. Später kann man immer noch mehr machen, doch du willst anfangen und nicht monatelang an der richtigen Schriftart für dein Logo überlegen. Das kostet unnötige Zeit, die du mit Fotografieren verbinden kannst.

Andere Zeitfresser sind tolle Namen und Logos. Beides ist zu Anfang einfach nur egal. Ich hatte auch mal einen tollen Namen, ein selbst gemachtes Logo und eine ultra-aufwendige Webseite. Wenn ich heute wieder von vorne Anfangen würde wäre mein Logo direkt von photoloto (wie jetzt auch), meine Webseite wäre von Squarespace(oder etwas vergleichbarem) und mein Name wäre aus meinem Ausweis. Warum es so kompliziert machen? Ich schaffe die Grundlage für mein Geschäft in einem halben Tag und kann direkt loslegen.

mein logo fotograf matthias butz business tipps fotografieren lernen

Ein einfaches Logo für 40€

Rechnungen und Steuer

Dieses Thema ist ebenfalls extrem wichtig. Weißt du was auf eine Rechnung kommt? Weißt du wie du ein Unternehmen anmeldest und welche steuerrechtlichen Hürden man vielleicht nehmen muss? Hier kann auf jeden Fall ein Steuerberater weiterhalfen. Doch nicht nur das, auch ein entsprechendes Rechnungsprogramm hilft enorm eine anständige und nachvollziehbare Buchhaltung zu führen. Das sind alles Themen, mit denen man sich vielleicht nicht beschäftigen möchte, doch es lohnt sich hier etwas Zeit und Geld zu investieren. Später wenn das Finanzamt eine Prüfung durchführt oder wenn du mal an einen großen Kunden gerätst, der 100% korrekte Rechnungen haben möchte (inkl. Steuernummer etc.) zahlt sich diese Investition aus.

Portfolio

Das ist ein Thema, das ich schon zu hauf angesprochen habe und ich werde es weiterhin ansprechen, bis ich jeden erreichen konnte. Das Portfolio ist dein Aushängeschild. Mit diesem zeigst du, was du kannst und das sorgt für die Buchungen. Dein Portfolio sollte klar zeigen, was du fotografierst und nur deine besten Bilder beinhalten. Wähle den Bereich, in dem du dich spezialisieren möchtest und bleibe dabei (nicht für immer aber zumindest für eine Weile). Die wenigsten buchen den Fotografen, der alle kann. Man möchte den Spezialisten, der einen bestimmten Bereich perfekt beherrscht.

Du gehst ja auch nicht in die Pizzeria, wenn du Lust auf asiatisches Essen hast.

Ich habe hierzu im übrigen mal eine Podcast-Folge aufgenommen, wenn du mehr zum Team Portfolio erfahren möchtest.

 

Netzwerken

Mit wie vielen Leuten hast du diesen Monat gesprochen? Wissen diese, dass du Fotograf bist? Das ist immer einer der größten Punkte, warum es bei vielen nicht klappt. Gehe raus und lerne Leute kennen. Das sollte jetzt nicht einfach jeder sein und es bringt auch nichts jedem beim ersten Wort gleich eine Visitenkarte in die Hand zu drücken. Doch manchmal reicht es aus, dass in Gespräche einfließen zu lassen. Du kannst so viele Leute erreichen einfach, indem du darüber spricht. Indem du auf sozialen Medien aktiv bist und deine Marke und deine Bilder an die Öffentlichkeit trägst.

Im Endeffekt mache ich hier gerade nichts anderes. Ich erstelle diesen Beitrag, weil ich möchte, dass Leute auf mich und auf diese Seite aufmerksam werden. Jetzt stell dir die Frage: Was hast du diese Woche getan, um neuen Leuten deine Idee näherzubringen? Allein diese Tätigkeit sollte, neben der Fotografie, deine Hauptbeschäftigung sein.

Das war’s für heute. Wie denkt ihr über dieses Thema?

Was ist euch hier noch wichtig oder hat euch dabei geholfen in der Fotografie neue Kunden zu erreichen?

Schreibt es in die Kommentare und wir sehen uns im nächsten Video wieder.

Gruß

Matthias

Matthias-Butz-black-high-res

Beitragstags

13 Kommentare zu "Tipps für dein Foto Business – Das wichtigste zum Start"

  1. gute Tipps

    • Danke 😊
  2. Wie funktioniert das mit dem Anmelden beim Finanzamt? Sagen wir ich habe die Fotos bislang nur für mich selbst gemacht und fange nun an, für Geld bei jemandem Innenaufnahmen von seiner Immobilie zu machen. Ich habe mal gelesen, dass man alle Auftragsarbeiten beim Finanzamt anmelden muss. Was melde ich da dann genau an? Wenn ich sag Geld einfach so ohne weiteres auf die Hand bekomme, wäre das doch sicher nicht ganz legal. Ansonsten gute Tipps und gutes Video!

    • Wirklich tolle Infos vielen Dank dafür 🙂👍

      • Bester Tipp: Wer Hobbyfotograf ist, sollte es auch beim Hobby belassen. 😉🍺 Aktuell haben wir einen gewaltigen Medienwandel. Printmedien sind fast tot, mit einem Kiosk Zeitungen verkaufen ging noch gut in den 90er Jahren. Ähnlich verhält es sich bei der Fotografie. Es werden digitale Medien benutzt, der Fotodruck ist absolute Ausnahme. Dementsprechend haben sich die Praktiken und Trends verändert. Instagram Formate sind z.B. gefragt. Der Qualitätsanspruch ist gesunken. Sehr gute Fotomodels sind rar, da viele die Model Karriere nicht mehr anstreben. Berufsfotografen werden in jeder Hinsicht von wirklich z.T. sehr guten Hobbyfotografen in den sozialen Netzwerken weit hinter sich gelassen... und, und, und ... Viele Fotografen bieten über die Fotografie gehende Leistungen an, die ein akzeptables Einkommen ermöglichen. Ein Stephan Wiesner lebt von der Fotografie und gezwungenermaßen vom Bücherverkauf, Trainings und über YouTube generierten Aufträgen.... Warum gab es bei wenig talentierten Berufs-Fotografen einen "Aufschrei", wenn die nun keine Passfotos mehr machen dürfen ??? 😉 An Passfotos scheinen viele Existenzen zu hängen.😩

        • Die Welt ändert sich immer. Wer sich nicht mit ändern möchte, der verschwindet. Das war schon immer so. So krass, wie du es darstellst, finde ich es jetzt nicht. Doch viele beschweren sich nur und jammern um diese Änderung aufzuhalten. Doch das ist als würde ich mich darüber beschweren, dass ich keine Telefonzellen mehr verkaufen kann, oder niemand meine guten Waschbretter möchte...
        • @Matthias Butz Die Fotografie an sich hat an Wert verloren und zwar auf allen ebenen, das ist aber der LAUF DER ZEIT. Ob es sinnvoll ist jetzt mit so einem Business anzufangen? ... ich würde es keinem empfehlen. Anders verhält es sich wenn Du im FotoBusiness schon bist, da profitierst Du von Kontakten und bestehenden Geschäftsbeziehungen.
        • Sorry, aber hier habe ich andere Erfahrungen gemacht. Ja vielleicht war es vor ein paar Jahren noch einfacher, doch das heißt ja nicht, dass es unmöglich ist. Ob das sinnvoll ist oder nicht muss jeder selbst entscheiden. Ich habe vor ein paar Jahren auch als Hobbyfotograf angefangen und kann jetzt davon leben. Ich bin der Meinung, das ist heute genauso möglich, wenn nicht sogar einfacher...
        • @Matthias Butz Beim Equipment ist es einfacher. Das stimmt. Trotzdem geht der Trend mehr Richtung Video, und Fotografie ist schlicht weniger gefragt. Ein Stephan Wiesner, eher weniger talentierter Fotograf, macht sein Ding mit den Sachen drumherum. Er sagt auch in 10 Jahren ist das Fotografieren durch computered Imaging weitgehend automatisiert. Da spielt dann nur noch die Bild Komposition eine Rolle... Dann ist die Frage was es mit von Leben gemeint ist? Viele Fotografen halten 30.000 € Brutto Jahresgehalt für ausreichend. Ein Bandarbeiter bei BMW bekommt schon mal locker 70.000 € Brutto mit Boni. Hast Du es in der Industrie auch nur zu etwas gebracht sind 100.000€ keine Seltenheit. Fotografen zählen leider zu den Schlechtverdienern im Ranking.
        • @Bob Sky computered Imaging kann und wird die fotografie niemals ganz ersetzen… in einigen bereichen vielleicht... aber es werden noch mehr als genug Bereiche übrig bleiben die immer der fotografie vorbehalten sein werden und damit wirst du auch immer Geld verdienen können.
      • Mal wieder schön und gut gemacht! Vorallem die Sache mit Logo und Name,an macht sich Gedanken... Und am Ende schmeißt man es eh am liebsten über Bord 😅 Rechnungen kann man ja schreiben, wenn mein Gegenüber diese nicht will, dann ist das ja nicht mein Problem, aber man hat sie.

        • Sehr gute Infos, danke.

          • Sehr gutes Video und trifft grade genau auf mich zu. Hier meine Frage: Setzt du unter Verkaufte Bilder für Webseiten oder ähnliches immer dein Logo/Wasserzeichen oder Copyright, oder lässt du es dem Kunden zur freien Verfügung?

            • Wenn es nach mir geht, bitte wieder "back to the roots". Business Videos oder der Weg dahin scheinen derzeit "in" zu sein. Lieber mehr von - ich geh raus - ich bin kreativ - ich mache es anders Tipp von mir: Vor der Veröffentlichung, gegenlesen. Soviel "Ziet" (5:03) muss sein ;) Fangt aber nun nicht an die Fehler in meinem Kommentar zu suchen. Ich bin kein Profi, ich darf das ;)

              • Das wird es in Zukunft natürlich immer noch geben. Business streue ich schon länger immer mal wieder ein, da ich hier sehr viele Fragen bekomme. Das mit den Schreibfehlern kommt bei mir immer wieder. Ich werde es irgendwie nicht los 😜
            • Brauche ich als Hobbyfotograf nicht wirklich ernsthaft, ist aber mal was anderes und nicht uninteressant. 👍

              • Das habe ich gebraucht! Danke

                • Das thumbnail sieht militant aus

                  • Muss man Rechnungen schreiben ? Bestimmt schaut hier auch der ein oder andere Finanzbeamte zu 😂

                    • Wir werden sehen 😅 deswegen sagte ich ja -> steuerberater und rechnungsprogramm
                  • Ich dachte alle Fotografen sind Millionäre....

                    • Nein nur wenn sie sehr viele Tattoos haben und flippige Mützen^^

                  Schreibe einen Kommentar

                  Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.