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DNG

 

DNG (Digital-Negative-Format) ist ein Rohdatenformat, welches von Adobe entwickelt wurde, um das RAW-Format zu standardisieren. Aktuell haben viele Hersteller ihre eigenen RAW-Formate. Canon hat CR2 / CR3, Nikon hat NEF und NRW und Sony hat ARW; um jetzt nur ein paar zu neuen. Was ein Chaos oder? Jedes Format ist natürlich nicht mit dem anderen kompatibel und so kommt es, dass man beispielsweise mit neuen Modellen immer wieder darauf warten muss bis sie von Lightroom, Photoshop und Co. unterstützt werden.

Welche Vorteile hat das DNG Format?

Kompatibilität

Durch seine bekannte Dateistruktur können auch andere Hersteller das Format verwenden. Zum Beispiel funktionieren DNG Dateien mit vielen Bildbearbeitungsprogrammen, auch wenn sie nicht von Adobe kommen. Es gibt auch Kameras, die direkt das DNG Format zum Fotografieren verwenden. Beispielsweise Sigma, Leica und fast alle Smartphones.

Komprimierung

Das DNG Format bietet eine verlustfreie Komprimierung. Du kannst also deine Fotos nur durch das Konvertieren verkleinern ohne, dass du irgendwelche Informationen verlierst. Ich habe das schon einmal ausprobiert und zeige dir in dem Video weiter unten, wie das funktioniert.

Es gibt auch andere Hersteller, die das unterstützen. Nikon verspricht beispielsweise bis zu 40% Einsparung ohne einen Qualitätsverlust. Diese verlustfreie Komprimierung gibt es auch von anderen Herstellern, doch ist die nicht in jedem Modell verfügbar. Meistens hat man wenig Einstellungsmöglichkeiten und weiß gar nicht, ob die Kamera die Bilder komprimiert oder nicht…

Metadaten

Wir kennen es schon, dass Metadaten, wie die Belichtungszeit oder das Datum in der RAW Datei zu Funden sind. Doch das DNG Format kann hier noch mehr. Denn du kannst die Bearbeitungsschritte aus Lightroom zum Beispiel in der DNG Datei direkt speichern, ohne eine XMP Datei zu verwenden. Das macht Lightroom dann komplett automatisch und teilweise werden auch andere Daten wie Sterne oder Farbmarkierungen mit gespeichert.

Nachteile von DNG-Dateien

Natürlich hat das Format auch Nachteile. Ich möchte hier jedoch auch beide Seiten zeigen und auch wenn es jetzt teilweise ganz cool klingt möchte ich, dass du diesen Teil genauso durchliest, wie den andren bevor du jetzt alles umstellst 😉

Leistung

Wer jetzt eine Kamera hat, die direkt im DNG Format fotografiert, der hat Glück. Denn es dauert sehr lange, wenn man andere RAW Formate in DNG umwandelt. Wenn man ganz klar nur das Format verwenden möchte, muss jedes Bild umgewandelt werden. Das verlängert natürlich den Import und war zum Beispiel der Grund, warum ich aufgehört habe DNG zu verwenden. (es war nervig). Wer jetzt recht wenig Fotos fotografiert oder die Zeit dazu hat, kann jedoch trotzdem davon profitieren.

Einmal DNG immer DNG

Das ist jetzt nicht gerade ein Nachteil, weil man ja nichts durch die Konvertierung verliert. Im Gegenteil. Manche Programme unterstützen das RAW Format der Kamera vielleicht nicht mehr und DNG kann Abhilfe schaffen. Doch was ich meine ist: Was machst du, wenn du aus irgendeinem Grund die alten RAW Dateien nochmal brauchst? Ich hatte den Fall schon bei meinen Kursteilnehmern und es musste eine andere Lösung gefunden werden. Es geht nämlich auch andersrum. Es gibt auch Programme die RAW Dateien unterstützen, aber das DNG nicht 😉

Wie konvertiere ich RAW zu DNG

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